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Laut MSCI-Umfrage beschleunigen globale Anleger ESG-Investitionen als Reaktion auf die Pandemie; miteinander verbundene Risiken stellen Herausforderungen dar

·Lesedauer: 7 Min.
  • 31 % der größten institutionellen Anleger sagen, dass der Klimawandel in den nächsten drei bis fünf Jahren den größten Einfluss auf die Art und Weise haben wird, wie ihre Organisation investiert

  • Fast ein Drittel nutzt regelmäßig Klimadaten zur Risikosteuerung

Die globale Pandemie hat sowohl die Bedeutung von ESG-Themen hervorgehoben als auch die ESG-Integration durch institutionelle Anleger beschleunigt, so die Befragten der MSCI Global Institutional Investor Survey1 für das Jahr 2021, einer Umfrage unter 200 sogenannten Asset Owner Institutions mit einem Gesamtvermögen von rund 18 Billionen US-Dollar.

Die Umfrage unter Staatsfonds, Versicherern, Stiftungen und Pensionsfonds ergab, dass mehr als drei Viertel (77 %) der institutionellen Anleger ihre ESG-Anlagen als Reaktion auf COVID-19 „erheblich" oder „moderat" erhöht haben, wobei diese Zahl bei den größten Institutionen (mit einem verwalteten Vermögen von über 200 Milliarden US-Dollar) auf 90 % anstieg.

„Die Kombination von klimabezogenen Ereignissen wie verheerenden Waldbränden, Überschwemmungen und Dürren sowie eine globale Pandemie haben den Paradigmenwechsel bei ESG und Klimawandel beschleunigt. Einst ein Thema für 'grüne Fonds' und Nebenschauplätze, haben sich ESG und Klima nun als Themen mit hoher Priorität etabliert", sagt Baer Pettit, President und Chief Operating Officer von MSCI. „Das Jahr 2020 markiert einen tiefgreifenden Wandel in der Art und Weise, wie Institutionen Vermögen anlegen, da viele Anleger erkannt haben, dass viele Unternehmen mit starken Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken während der Pandemie eine Outperformance erzielt haben."

Die Umfrage zeigt, dass US-Anleger, die in der Vergangenheit beim Thema ESG im Allgemeinen (bis auf wenige prominente Ausnahmen) eher zögerlich waren, 2020 ihre Sichtweise dramatisch verändert haben – näher an die ihrer internationalen Kollegen. Von den befragten US-Anlegern gaben 78 % an, dass sie ihre ESG-Investitionen als Reaktion auf COVID-19 entweder deutlich oder moderat erhöhen würden, während diese Zahl in Asien-Pazifik und EMEA bei 79 % bzw. 68 % lag.

Bei der Untersuchung zukünftiger ESG-Anlagen gaben die Anleger an, dass sie mehr Wert auf das „S" in ESG legen, wobei mehr als ein Drittel (36 %) wünscht, dass „Social" im Jahr 2021 einen größeren Anteil im Mix ausmacht. Dieser Anteil steigt auf 50 % bzw. 48 % in Großbritannien und den USA, wo die Befragten COVID-19 zusammen mit einer Neubewertung der Ungleichheit in der Gesellschaft als treibenden Faktor nannten.

Vielfältige Herausforderungen - Klimawandel als größtes Risiko

Während institutionelle Anleger ihre Anlageprozesse umgestalten, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden, sehen sie sich mittel- und langfristig mit einer langen Liste von Herausforderungen konfrontiert, wobei die Nuancen von der Größe, dem Standort und den langfristigen Anlagezielen abhängen.

Obwohl die Umfrage globale Unterschiede aufzeigte, sind ESG-Herausforderungen für viele Anleger ein Hauptanliegen. Fast ein Drittel (31 %) der institutionellen Anleger mit einem Vermögen von mehr als 200 Mrd. US-Dollar gab an, dass das Klimarisiko in den nächsten drei bis fünf Jahren den größten Einfluss auf die Art und Weise haben werde, wie ihre Organisation investiere. Danach folgen für fast ein Fünftel (19 %) der Anleger disruptive Technologien, wie z. B. künstliche Intelligenz, während 14 % glauben, dass die zunehmende Verfeinerung der ESG-Messung die größten Auswirkungen haben wird. Auf der anderen Seite gaben kleinere institutionelle Anleger (weniger als 25 Milliarden Dollar Vermögen) an, dass zunehmende Regulierungen und Marktvolatilität die wichtigsten Trends seien, die ihre Investitionen in den nächsten drei bis fünf Jahren beeinflussen würden.

Klimadaten im Fokus des globalen Risikomanagements

Aufgrund der vielfältigen globalen Herausforderungen, mit denen sich Anleger konfrontiert sehen, ergab die Umfrage, dass die Befragten für das Erreichen herausragender Anlagen das Risiko als wichtiger erachten als die traditionelle Vermögensallokation.

Der Klimawandel wurde als eine der größten Herausforderungen genannt, und größere Anleger setzen verstärkt auf den Zugang zu aktuellen Klimadaten und deren Überwachung. Kleinere Institutionen befinden sich jedoch noch in einem frühen Stadium der Einbeziehung von Klimadaten in ihre Anlagestrategien. Etwa 50 % der Anleger mit einem Vermögen von mehr als 200 Milliarden US-Dollar gaben an, dass sie regelmäßig Klimadaten für das Risikomanagement nutzten, verglichen mit nur 16 % derjenigen mit weniger als 25 Milliarden US-Dollar. Anleger mit einem Vermögen von mehr als 200 Milliarden Dollar nutzen außerdem viermal häufiger Klimadaten, um Anlagemöglichkeiten zu identifizieren als solche mit weniger als 25 Milliarden Dollar.

„Institutionelle Anleger stehen in den nächsten fünf Jahren vor vielen Herausforderungen, was durch die Tatsache, dass diese Herausforderungen miteinander verbunden sind, noch verstärkt wird. Diese Zusammenhänge erhöhen die Komplexität und erfordern schnelles Handeln. Die Realität ist, dass der Klimawandel mit einem sich schnell verändernden sozialen Kontext zusammenhängt, der wiederum Veränderungen in den Anforderungen der anleger vorantreibt, und das alles in einem sehr dynamischen regulatorischen Umfeld. Verstärkt werden diese Trends durch technologische Innovationen, die einen erheblichen Kosten- und Zeitdruck mit sich bringen. Einfach gesagt: Nie gab es ein komplexeres Ökosystem für das Anlegen von Vermögen", so Pettit abschließend.

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1
Alle quantitativen Daten im „Global Institutional Investor"-Report stammen aus einer Umfrage unter 200 Führungskräften bei 200 verschiedenen Vermögenseignern in Nord- und Südamerika, Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) sowie im asiatisch-pazifischen Raum. Die Umfragen wurden im September 2020 per Telefon durchgeführt. Qualitative Interviews und Zitate stammten aus einer separaten Reihe von Telefoninterviews.

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