Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.531,75
    -112,25 (-0,72%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.158,51
    -36,41 (-0,87%)
     
  • Dow Jones 30

    34.798,00
    +33,20 (+0,10%)
     
  • Gold

    1.750,60
    -1,10 (-0,06%)
     
  • EUR/USD

    1,1718
    -0,0029 (-0,25%)
     
  • BTC-EUR

    36.916,05
    +189,53 (+0,52%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.067,20
    -35,86 (-3,25%)
     
  • Öl (Brent)

    73,95
    -0,03 (-0,04%)
     
  • MDAX

    35.282,54
    -200,96 (-0,57%)
     
  • TecDAX

    3.901,55
    -50,21 (-1,27%)
     
  • SDAX

    16.836,46
    -171,24 (-1,01%)
     
  • Nikkei 225

    30.248,81
    +609,41 (+2,06%)
     
  • FTSE 100

    7.051,48
    -26,87 (-0,38%)
     
  • CAC 40

    6.638,46
    -63,52 (-0,95%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.047,70
    -4,50 (-0,03%)
     

Laut Johnson & Johnson erhöht Booster-Impfung die Antikörperspiegel um das Neunfache

·Lesedauer: 3 Min.
Krankenschwester Elizabeth Johnson verabreicht einer Patientin in Reading, Pennsylvania einen Corona-Impfstoff.
Krankenschwester Elizabeth Johnson verabreicht einer Patientin in Reading, Pennsylvania einen Corona-Impfstoff.

Im Rahmen einer kleinen Laborstudie hat sich gezeigt, dass eine zweite Dosis des Covid-19-Impfstoffs von Johnson & Johnson die Zahl der Antikörper deutlich erhöht. Wie J&J am 25. August in einer Pressemitteilung bekannt gab, waren die Antikörperwerte nach der Auffrischungsimpfung neunmal höher als nach der ursprünglichen Einzeldosis des Impfstoffs.

Wie Mathai Mammen, globaler Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der J&J-Tochter Janssen, mitteilte, beabsichtigt das Unternehmen daher eine Auffrischungsimpfung mindestens acht Monate nach der ersten Dosis einzuführen. Das müsse aber zunächst mit den zuständigen Behörden erörtert werden. Das Unternehmen hat jedoch nicht angegeben, wie viele Personen an der Studie teilgenommen haben und nach welcher Zeitspanne nach der ersten Dosis die Auffrischungsimpfung erfolgte. Zudem ist die Studie noch nicht von anderen Experten begutachtet worden.

Die J&J-Daten wurden veröffentlicht, während die USA Booster-Impfungen vorbereiten

Die Veröffentlichung der Studie erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem sich die USA darauf vorbereiten, ab dem 20. September mit Auffrischungsimpfungen zu beginnen. Diese sollen insbesondere vor der Delta-Variante schützen, die den zumindest Impfstoff teilweise umgehen kann. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörden sind Personen, die mit dem Impfstoff von J&J geimpft wurden, von den ersten Auffrischungsimpfungen ausgeschlossen, da zusätzliche Daten zu einer J&J-Auffrischungsimpfung abgewartet werden sollen.

In den USA können Menschen mit einem geschwächten Immunsystem bereits einen Booster erhalten. Es ist jedoch umstritten, ob die Auffrischungsimpfungen in größerem Umfang erfolgen sollten. Einige Virologen und Impfstoffexperten sind der Ansicht, dass die zusätzlichen Impfungen noch nicht notwendig sind. Vertreter des globalen Gesundheitswesens, einschließlich der Spitze der Weltgesundheitsorganisation, haben den Plan angesichts des fehlenden Zugangs zu Erstimpfungen in vielen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen kritisiert.

Über die Zulassung der Auffrischungsimpfungen müssen sowohl die US-Arzneimittelbehörde FDA als auch die Gesundheitsbehörde CDC entscheiden. Beide Behörden verfügen über unabhängige Beratungsgremien, die sich aus Experten zusammensetzen und ihre Entscheidungen beraten und abstimmen. Von der FDA wurden die Auffrischungsimpfungen bislang noch nicht genehmigt.

Ist ein J&J-Booster notwendig?

In der J&J-Studie wurde Teilnehmenden über 65 Jahren eine niedrigere Impfstoffdosis als die ursprüngliche Dosis als Booster verabreicht. In dieser Gruppe sowie bei Personen im Alter von 18 bis 55 Jahren sei ein "signifikanter Anstieg" der Antikörperreaktion zu verzeichnen gewesen. Nicht erwähnt wurden Menschen in der Altersgruppe von 55 bis 65 Jahren.

Frühere Daten aus einer kleinen Laborstudie, in der der ursprüngliche Einzelimpfstoff untersucht wurde, haben ergeben, dass die Antikörper mindestens acht Monate lang gegen die Delta-Variante wirksam waren. Diese Ergebnisse hat J&J Anfang Juli veröffentlicht.

Dan Barouch ist Virologe am Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston. Er war zwar nicht an der Studie zu den Auffrischungsimpfungen beteiligt, dafür aber an der Studie vom Juli. Im Gespräch mit der "New York Times" erklärte er, dass es für eine Einschätzung der tatsächlichen Schutzwirkung aus der jüngsten Studie von J&J "noch zu früh" sei.

Er sei sich allerdings "ziemlich sicher", dass die Behörden, einschließlich des Weißen Hauses, "diese Daten nutzen werden, um wahrscheinlich eine Auffrischungsimpfung für die mit J&J geimpften Personen zu rechtfertigen oder zu empfehlen".

Dieser Artikel wurde von Ilona Tomić aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.