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"Lasst uns bunter sein": Edeka rührt Zuschauer mit neuem Weihnachtsspot

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 3 Min.

Edeka hat seine Weihnachtskampagne "Lasst uns froh und bunter sein" um einen weiteren Werbespot ergänzt. Die Zuschauer sind von Inhalt und Botschaft des Videos gerührt.

Herr Schmidt gerührt von einer menschlichen Geste der muslimischen Nachbarskinder. (Bild: Screenshot via YouTube/Edeka)
Herr Schmidt gerührt von einer menschlichen Geste der muslimischen Nachbarskinder. (Bild: Screenshot via YouTube/Edeka)

Im Internet sorgt aktuell eine "besondere Weihnachtsgeschichte" für Aufsehen. Es geht darin um einen griesgrämigen, kranken alten Mann, der durch die Anteilnahme seiner Nachbarn zu einem besseren Menschen wird. Viele Zuschauer sind von der Geschichte und ihrer Botschaft gerührt.

Der ersten Spot der Kampagne war kein Erfolg: Online-Petition wehrte sich gegen Edeka-Weihnachtswerbung

Pate für das Werbevideo dürften die Weihnachtsgeschichten von Charles Dickens – allen voran die Erzählung um den Geizhals Ebenezer Scrooge, der durch Begegnungen mit Geistern zum besseren Menschen wird. Auch in "Die besondere Weihnachtsgeschichte des Herrn Schmidt" findet eine solche Wandlung zum Guten statt.

Worum geht’s?

Herr Schmidt ist ein alter, anscheinend allein lebender Mann. Auf seine Nachbarn, die offensichtlich ausländische Wurzeln haben und dem muslimischen Glauben anhängen, ist er nicht gut zu sprechen. Schon komische Riten haben diese Menschen. Während er in der Weihnachtszeit einen Christbaum schmückt, veranstalten sie – draußen in der Kälte – ein seltsames Fest. Als eine Frau ihm Baklava anbietet, lehnt er die Einladung brüsk ab.

Auch die Kinder dieser Menschen sind ihm ein Dorn im Auge. Ständig machen sie Krach. Sie toben im Flur, spielen mit einer leeren Dose im Hof Fußball. Unmöglich, unter diesen Bedingungen Ruhe zu finden. "Menschenskind, hört doch mal auf”, bricht es einmal aus Herrn Schmidt heraus.

Happy End

Ein Schicksalsschlag läutet den Gesinnungswechsel ein. Auf der Straße wird dem Mann telefonisch eine unerfreuliche Nachricht mitgeteilt. Eine Frau, ebenfalls mit Migrationshintergrund, bemerkt seine Erschütterung. Er geht an ihr vorbei und nießt in die Armbeuge. Es wird immer klarer: Herr Schmidt hat sich mit Corona infiziert. Als sich ein Junge seiner Wohnung nähert, fällt ihm auf: Wo an der Tür ein Weihnachtskranz hing, prangt nun ein Zettel. "Achtung. Corona. Abstand.", ist darauf zu lesen.

Die Abstandsregel brechen die Nachbarn nicht, menschliche Nähe suchen sie dennoch. Eines Abends klingelt es bei dem einsamen Kranken. Herr Schmidt öffnet die Tür und sieht an ihrer Schwelle einen liebevoll zubereiteten Tisch. Darauf befindet sich ein festliches Mahl – passend zu Weihnachten und typisch deutsch: Gänsebraten, Knödel, Rotkraut. Als Nachtisch gibt es, was er zuvor verschmäht hatte, das türkische Nationalgericht Baklava.

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Herr Schmidt schaut auf und sieht auf der Treppe zwei der muslimischen Nachbarsjungen. Sie wünschen ihm frohe Weihnachten. Er ist gerührt von der Geste und lächelt den Kindern zu. Auf das letzte Bild blendet Edeka den Satz "Lasst uns froh und bunter sein."

Reaktion der Zuschauer

Der Spot kommt bei den Zuschauern offensichtlich gut an. Die Kommentare auf sozialen Netzwerken sind überwiegend positiv. "Edeka, müsst ihr mich immer zum Heulen bringen, das ist ja furchtbar! Ne im Ernst, toller Spot", schreibt ein Nutzer des Videodienstes YouTube. Ein anderer ist der gleichen Meinung: "So ein wundervoller Spot. Großartig." In einem weiteren Kommentar heißt es: "Sie müssen nicht dieselbe Sprache sprechen, um freundlich zu sein". Einem weiteren Zuschauer ging das Werbevideo "tief unter die Haut".

Der Spot ist Teil von Edekas aktueller Weihnachtskampagne "Lasst uns froh und bunter sein". Ihre Botschaft bringt der Konzern so auf den Punkt: "So bunt wie unser Land, so bunt und vielfältig der Genuss – vor allem zum Fest der Liebe". Geworben wird also für das Miteinander von Ethnien und Kulturen, wobei sich die Toleranz auch auf das Kulinarische erstrecken sollte. In Edekas "Weihnachtsgeschichte" findet dieses Ideal bildlichen Ausdruck: Herr Schmidt und seine muslimischen Nachbarn kommen sich näher, während das Festmahl des Deutschen aus einer deutschen und einer türkischen Spezialität besteht.

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