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Wenn Laschet zurückträte: Diesen Politiker wollen die Deutschen am liebsten als CDU-Chef – doch es gibt auch einen Überraschungskandidaten

·Lesedauer: 2 Min.

Der CDU-Parteivorsitzende Armin Laschet ist noch gar nicht zurückgetreten und die Jamaika-Koalitionsverhandlungen stehen noch aus. Doch die Diskussion um Laschets Nachfolge ist nach der Wahlniederlage von CDU/CSU bereits in vollem Gange. Immer mehr Stimmen fordern eine Verjüngung und Modernisierung der Union. Doch die Deutschen trauen diese Rolle offenbar vor allem einem seit Jahrzehnten in der CDU aktiven Altpolitiker zu: Friedrich Merz. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Civey exklusiv im Auftrag von Business Insider durchgeführt hat.

Auf die Frage, „Falls Armin Laschet als CDU-Parteichef zurücktritt, wer sollte dann aus Ihrer Sicht den Posten übernehmen?“, antworteten demnach 25 Prozent mit Friedrich Merz. Der 65-jährige Sauerländer ist auch innerhalb seiner Partei der Liebling der CDU-Basis – und unterlag bei der Wahl zum Parteivorsitzenden im Jahr 2021 Laschet erst im zweiten Wahlgang. Der Jurist Merz wird dem konservativen Flügel der CDU zugerechnet und hatte bereits in den Jahren 2000 bis 2002 den CDU-Fraktionsvorsitz inne. Er gilt als besonders wirtschafts- und arbeitgebernah, ist Vize-Vorsitzender des „Wirtschaftsrat der CDU“ und arbeitete zuletzt für die US-Investment-Firma BlackRock.

Überraschungskandidat Röttgen und Schlusslicht Spahn

Doch überraschend nur sehr knapp hinter Merz folgt Norbert Röttgen mit 23 Prozent. Auch Röttgen gehört eher zur alten Riege der Union. Er war bereits von 2009 bis 2012 Umweltminister und enger Verbündeter Merkels. Doch lange schien es, als habe Röttgens Partei-Karriere ihren Zenit überschritten. Die Kanzlerin ließ ihn nach seiner Niederlage als NRW-Spitzenkandidat eiskalt fallen. 2021 bewarb er sich ebenfalls um das Amt des CDU-Parteivorsitzenden, unterlag jedoch eindeutig gegen Merz und Laschet.

Doch nun scheint ein Comeback für Röttgen als Laschet-Nachfolger nicht ausgeschlossen. Röttgen ist als Gegner von Merz eher dem liberalen Flügel der CDU zuzuordnen – und genießt offenbar ähnlich viel Vertrauen wie sein Konkurrent. Doch Röttgen gilt im Gegensatz zu Merz eher als Vermittler zwischen den verschiedenen Flügeln der Union.

Abgeschlagen hinter Merz und Röttgen folgte in der Umfrage Union-Fraktionsvorsitzender Ralph Brinkhaus (14 Prozent). Noch weiter abgeschlagen folgte dann Gesundheitsminister und Parteivize Jens Spahn (sechs Prozent), der zuletzt eine Verjüngung der Spitze gefordert hatte. Beide werden in CDU-Kreisen als mögliche Nachfolger Laschets gehandelt. Vor allem Spahn trauen jedoch offenbar nur wenige Befragte eine solche Nachfolge zu, auch wenn er parteiintern vielen als politisches Talent und möglicher Modernisierer gilt. Immerhin 22 Prozent der Befragten wünschten sich einen anderen Parteichef als die vier genannten.

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