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Laschet: Union wird um Kanzleramt kämpfen

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - CDU-Chef Armin Laschet hat angesichts sinkender Umfragewerte für die Union einen harten Wahlkampf ums Kanzleramt angekündigt. Die CDU werde "darum kämpfen, dass das Kanzleramt in der Zukunft von der Union gestellt wird. Das ist nicht Gott gegeben. Das ist auch kein Anspruch, den man prinzipiell hat", sagte Laschet am Montag in Berlin nach Online-Beratungen des CDU-Präsidiums. Er ergänzte: "Aber wir werden darum kämpfen, dass es nicht zu einer rot-rot-grünen Regierung oder zu anderen Konstellationen kommt."

Zur Frage, ob angesichts der aktuellen Lage die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union schneller als ursprünglich geplant zwischen Ostern und Pfingsten fallen solle, sagte Laschet, der Zeitplan bleibe. "So ist es mit der CSU besprochen. Und Ostern beginnt bekanntlich am kommenden Sonntag." Laschet wollte an diesem Dienstag mit einer Rede in der CDU-Zentrale in Berlin die Beteiligungskampagne für das Wahlprogramm der CDU starten. An der Erarbeitung des Programms sollen sich neben Parteimitgliedern auch Bürger und Verbände beteiligen können.

Angesichts schwacher Popularitätswerte für Laschet sprachen sich einige Mitglieder der Unionsfraktion im Bundestag für CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidat aus. "Wir müssen mit dem antreten, mit dem wir nach Umfragen die besten Chancen haben, und das ist mit großem Abstand Markus Söder", sagte der rheinland-pfälzische Abgeordnete Johannes Steiniger dem "Spiegel". "Bei mir an der Parteibasis kenne ich praktisch niemanden, der für Armin Laschet ist." Die baden-württembergische CDU-Abgeordnete Ronja Kemmer plädierte ebenfalls für Söder. "Die letzten Wahlen zeigen, dass besonders das Vertrauen in Persönlichkeiten entscheidend ist", sagte die Vize-Chefin der Jungen Gruppe der Unionsfraktion dem Magazin. "Das muss zusammen mit der Frage, wer den besten Plan für Deutschland hat und die wichtigen Zukunftsthemen angeht, der Maßstab sein."

Die sächsische CDU-Abgeordnete Veronika Bellmann sagte dem "Spiegel": "Wenn Armin Laschet der Union und dem Land einen Dienst erweisen will und selbst ein Höchstmaß an Souveränität an den Tag legen würde, dann würde er seinen Hut nicht in den Ring der Kanzlerkandidatur werfen." Bellmann lehnte auch Söder als Kanzlerkandidat ab und sprach sich für Friedrich Merz aus.