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Warum langfristige Investoren keinen zweiten Marktcrash fürchten sollten

Motley Fool Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse
Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse

Ein zweiter Aktienmarktcrash könnte bevorstehen. Risiken, wie politische Unsicherheit in Europa und unsichere Wirtschaftsaussichten, könnten dazu führen, dass sich die Anlegerstimmung in den kommenden Monaten bis zu einem gewissen Grad abschwächt.

Dies kann für viele Anleger zu Papierverlusten führen. Langfristig gesehen könnte es sich jedoch als Kaufgelegenheit erweisen. Günstigere Preise für Aktien sowie die Aussichten auf eine Erholung der Aktienmärkte könnten dazu führen, dass sich der Kauf von Aktien in einem Marktabschwung in den kommenden Jahren als gewinnbringende Maßnahme erweisen könnte.

Erholung von einem Aktienmarkt-Crash

Der Börsencrash von 2020 war nicht das erste Mal, dass Indizes wie der FTSE 100 und der S&P 500 einen plötzlichen Abschwung erlebten. In diesem Zusammenhang haben sie in der Vergangenheit viele Perioden mit starken Einbrüchen erlebt, die vor ihrem Auftreten unmöglich genau vorherzusagen waren.

Trotz der früheren Rückgänge haben sich sowohl die Indizes als auch der globale Aktienmarkt immer wieder erholt und nach vergangenen Baissephasen neue Rekordhochs erreicht. Anleger, die in der Lage sind, über kurzfristige Herausforderungen und fallende Aktienkurse hinauszublicken, können daher im Vorfeld einer wahrscheinlichen Erholung der Aktienmärkte auf niedrige Bewertungen setzen.

Wie lange es dauert, bis sich die Aktienkurse nach einem Marktcrash erholen, ist eindeutig eine bekannte Unbekannte. Allerdings haben vergangene Bärenmärkte Wochen bis Jahre gebraucht, um sich in anhaltende Bullenmärkte zu verwandeln, die neue Rekordhochs hervorbringen. Daher bedeutet eine langfristige Sichtweise, dass die Wahrscheinlichkeit, letztendlich zu einem positiven Wirtschaftswachstum und einem steigenden Aktienmarkt zu profitieren, höher ist.

Ein Portfolio in einem Abschwung verwalten

Es ist offensichtlich, dass die Verwaltung eines Portfolios während eines Börsencrashs keine leichte Aufgabe ist. Diese Veränderungen können selbst bei den stabilsten Unternehmen schnell eintreten.

Die Bewertung der Finanzkraft eines Unternehmens könnte jedoch ein logischer Ausgangspunkt sein. Unternehmen mit geringer Verschuldung und soliden Bilanzen sind unter Umständen besser in der Lage, schwierige Betriebsbedingungen zu meistern. Dies wiederum kann ihre Chancen erhöhen, von einer langfristigen Erholung der Aktienmärkte zu profitieren.

In ähnlicher Weise könnte die Risikostreuung auf mehrere Aktien und Sektoren während eines Marktcrashs ein sinnvoller Schritt sein. Sie kann das Engagement eines Anlegers in bestimmten Aktien oder Branchen verringern, die von einem Marktrückgang möglicherweise stärker betroffen sind. Dies könnte die Abhängigkeit eines Anlegers von einer kleinen Anzahl von Unternehmen und Branchen in Bezug auf deren Erträge verringern. Langfristig kann dies ihr Kapitalertragspotenzial verbessern.

Reagieren auf Marktbewegungen

Wie bereits erwähnt, ist es extrem schwierig, einen Marktcrash vorherzusehen. Häufig kommen sie unangekündigt und finden über einen relativ kurzen Zeitraum statt. Anleger können jedoch kontrollieren, wie sie auf solche Ereignisse reagieren. Indem sie sie als langfristige Kaufgelegenheit betrachten, können sie möglicherweise davon profitieren, indem sie niedrigere Preise nutzen, um in den kommenden Jahren, wenn sich der Aktienmarkt erholt, ein größeres Portfolio aufzubauen.

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Dieser Artikel wurde von Peter Stephens auf Englisch verfasst und am 21.11.2020 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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