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Wie lange verzichtet Glasner noch auf den Methusalem?

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Wie lange verzichtet Glasner noch auf den Methusalem?
Wie lange verzichtet Glasner noch auf den Methusalem?
Wie lange verzichtet Glasner noch auf den Methusalem?

Als Trainer Oliver Glasner zuletzt auf Makoto Hasebe angesprochen wurde, geriet er regelrecht ins Schwärmen: „Für den ganzen Klub ist Makoto ein sehr wichtiger Spieler. Was Makoto sagt, hat Hand und Fuß. Wenn er erzählt, hänge ich an seinen Lippen.“

Der Japaner geht seit 2014 seiner Arbeit bei Eintracht Frankfurt nach und war völlig unabhängig vom Übungsleiter ein Immer-Spieler. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Wie lange will Glasner noch auf Hasebe verzichten?

Der letzte Trainer, der anfangs auf Hasebe in der Startelf verzichtete, war Adi Hütter. Der Österreicher korrigierte diese Entscheidung allerdings schon nach wenigen Spieltagen. (Eintracht verpasst Sieg gegen Köln)

Dieser Einbau des Defensivspezialisten war ein Schlüssel für den Erfolg der vergangenen Jahre. Wird Hasebe nun auch für Glasner ein zentraler Baustein? (Zoff um Top-Talent Blanco)

Die ersten Wochen haben gezeigt, dass der älteste Spieler der Bundesliga Frankfurt an allen Ecken und Enden fehlt. Hasebe, der im Januar 38 Jahre alt wird, kam bislang nur in den ersten drei Pflichtspielen auf rund 125 Spielminuten.

Nach dem Systemumstellung auf Viererkette war kein Platz mehr da für den Routinier. Warum eigentlich?, fragen sich regelmäßige Trainingsbeobachter.

Ohne Hasebe fehlt die Führung

Hasebe geht in jeder Einheit voran, er hält das Gebilde zusammen und gilt als Vorbild für die Mitspieler. Glasner hat einen gewaltigen Umbruch zu bewältigen, er muss viele junge und unerfahrene Spieler einbauen. Dafür benötigt der Coach eine Achse, bestehend aus Führungsspielern. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Da Kapitän Sebastian Rode verletzt fehlt, Martin Hinteregger bei der Suche nach der Topform mit sich selbst beschäftigt und Djibril Sow noch nicht in diese Rolle reingewachsen ist, wäre Hasebe in dieser Phase mit seiner Mentalität noch wichtiger.

Im Duell gegen Köln hatte die vogelwild auftretende Eintracht eine Passquote von unterirdischen 64 Prozent. Das Gefüge der Frankfurter ist wackelig, zu viele Akteure suchen nach ihrer besten Verfassung und Halt.

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Hasebe ist dabei auf seine Art und Weise ein Bessermacher. Seine Qualitäten sind unbestritten hoch. Er ist stark im Passspiel, hat eine herausragende Übersicht und leitet (und tadelt auch mal) seine Kollegen.

Umbau von Dreier- auf Viererkette fruchtet nicht

Der Umbau von Dreier- auf Viererkette hat Hasebe jedoch auf die Bank verdrängt. Der Versuch, ohne den Methusalem die nötigen Punkte einzusammeln, misslang bisher, weil die Außenverteidigung nicht auf allerhöchstem Niveau performt.

Nach zwei Auftaktniederlagen folgte in neuer Anordnung inzwischen das sechste Remis in Folge. Die Auftritte der noch sieglosen Eintracht sind zumeist durchwachsen, es fehlt ein Gerüst, Torchancen sind Mangelware und auch eine Spielidee ist kaum erkennbar. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Natürlich ist es für die Hessen kein Ruhmesblatt, dass sie auch weiterhin nicht auf Hasebe verzichten können. Allerdings kommt dieser umgekrempelte Kader derzeit nicht ohne diese besondere Aura des feinen Fußballers aus. Die Eintracht erlebt dabei nicht nur eine Ergebniskrise, auch die Spielweise sorgt für Fragezeichen.

Nicht nur junge Mitspieler profitieren von Hasebe

Selbst die ebenfalls schon erfahrenen Innenverteidiger Evan N‘Dicka (dem eine verletzungsbedingte Pause droht) und Hinteregger profitieren davon, wenn der 342-malige Bundesligaspieler Hasebe aufläuft und entweder als letzter Mann oder im defensiven Mittelfeld agiert.

Neuzugänge wie Jens-Petter Hauge, Jesper Lindström oder Kristijan Jakic könnten sich an Hasebe orientieren und hätten einen Anker. Fest steht jedenfalls nach mäßigem Saisonauftakt: Ohne Hasebe geht es nicht.

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