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Landtagswahl in Baden-Württemberg: Kretschmann zieht sich teilweise aus Wahlkampf zurück

Reuters
·Lesedauer: 2 Min.

Mitte März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Weil seine Frau erkrankt ist, reduziert der Ministerpräsident sein Wahlkampf-Programm.

Die Regierungsgeschäfte will der Grünen-Politiker weiterführen. Foto: dpa
Die Regierungsgeschäfte will der Grünen-Politiker weiterführen. Foto: dpa

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zieht sich aus privaten Gründen zum Teil aus dem laufenden Wahlkampf für die anstehende Landtagswahl Mitte März zurück. „Meine Frau Gerlinde ist an Brustkrebs erkrankt. Es geht ihr den Umständen entsprechend, aber es kommen nun schwere Zeiten auf sie zu“, schrieb Kretschmann am Freitag in einer persönlichen Erklärung.

Kretschmann bewirbt sich bei den Landtagswahlen am 14. März um eine weitere Amtszeit als Ministerpräsident. Seine Arbeit als Ministerpräsident werde er weiterhin mit vollem Einsatz fortführen. „Termine, die das Regierungsgeschäft nicht betreffen, werde ich aber nicht immer wahrnehmen können“, schrieb der Grünen-Politiker. „Dazu gehören auch Termine im anstehenden Wahlkampf. Ich brauche diese Zeit, um meiner Frau beizustehen.“

„Das wird nicht die Mehrheit der Termine sein“, erklärte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet. Kretschmann verzichtet aber zum Beispiel auf zwei Spitzenkandidatenrunden am heutigen Tag.

In einer Umfrage des ZDF hatten die Grünen in Baden-Württemberg mit Ministerpräsident Kretschmann an der Spitze zuletzt einen großen Vorsprung auf die CDU. Wenn am nächsten Sonntag im Südwesten Landtagswahl wäre, lägen die Grünen bei 34 Prozent und die CDU bei 28 Prozent, wie eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen ergab, die am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde.

Die AfD erreicht demnach 11 Prozent, die SPD 10 Prozent und die FDP 9 Prozent. Die Linke käme nur auf 3 Prozent und würde erneut an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die Landtagswahl ist am 14. März.

Bei der Frage, wen sie sich als Ministerpräsidenten wünschen, entschieden sich 70 Prozent der Befragten für Kretschmann und nur 13 Prozent für die baden-württembergische CDU-Spitzenkandidatin und Kultusministerin Susanne Eisenmann. Grüne und CDU regieren im Südwesten seit 2016 gemeinsam.

Bei der Wahl 2016 hatten die Parteien so abgeschnitten: Die Grünen erreichten 30,3 Prozent, die CDU landete damals erstmals hinter der Ökopartei mit 27 Prozent, die AfD schaffte mit starken 15,1 Prozent den Sprung in den Landtag, die SPD rutschte auf historisch schlechte 12,7 Prozent ab, die FDP kam auf 8,3 Prozent und die Linke schwächelte mit 2,9 Prozent.

Der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl: