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Lamy sieht in der Digitalisierung keine Bedrohung

Heidelberg (dapd). Die Digitalisierung bereitet dem Schreibgeräte-Hersteller Lamy keine Sorgen. Das Unternehmen will auch in diesem Jahr weiter wachsen. "Wir liegen beim Umsatz jetzt etwa bei 58 Millionen Euro und gehen davon aus, dass wir 2013 die 60-Millionen-Euro-Grenze überschreiten und damit wieder deutlich gegen den Markt wachsen werden", sagte Geschäftsführer Bernhard Rösner im Interview der Nachrichtenagentur dapd.

Damit will das Unternehmen an die Entwicklung der vergangenen Jahre anknüpfen. Im Jahr 2010 sei ein Umsatzplus von sechs bis sieben Prozent erzielt worden. "Wir werden im Jahr 2012 ein zweistelliges Plus erreichen, das sowohl vom Inland als auch vom Ausland, vor allem in Übersee, getragen wird", sagte der Lamy-Chef.

Angesichts der Beliebtheit von Smartphones und Tablet-Computern ist Rösner gelassen. "Darin sehen wir für uns keine Bedrohung", betonte der Geschäftsführer. Denn: "Sie können es schaffen, den Menschen weiterhin das Schreibgerät als schönen, hilfreichen Begleiter und persönliches Accessoire schmackhaft zu machen."

Schülerrückgang bereitet Lamy keine Sorgen

Allerdings seien Veränderungen spürbar, etwa beim Verbrauch von Tinte. "Da merken Sie schon ganz deutlich, dass sich das Schreibverhalten verändert, sei es durch Computer oder Smartphones", erläuterte Rösner. Eine wichtige Gruppe von Nutzern von Lamy-Produkten sind Rösner zufolge Schüler, denn in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland lernen sie mit dem Füller das Schreiben. Sorgen bereite ihm der Schülerrückgang aber nicht.

Der Lamy-Chef betonte die Bedeutung des Markts im Ausland. "In Deutschland sind wir Marktführer, auch da sind noch Zuwächse da, aber das große Wachstum kommt aus dem Ausland", erklärte Rösner. Gewachsen sei das Unternehmen in den vergangenen Jahren vor allem in Asien sowie in Nord- und Südamerika.

Lamy beschäftigt rund 320 Mitarbeiter und stellt jährlich etwa sechs Millionen Schreibgeräte wie Füller oder Kugelschreiber her.

dapd

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