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Lage beim Berliner Fintech Nuri spitzt sich zu

Nuri-Chefin Kristina Walcker-Mayer.  - Copyright: Nuri
Nuri-Chefin Kristina Walcker-Mayer. - Copyright: Nuri

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Die Berliner Kryptobank Nuri braucht laut eines Berichts des „Handelsblatts“ dringend neues Kapital. Doch die Investorengespräche gestalten sich schwierig, nachdem der amerikanische Partner Celsius Insolvenz beantragen musste. Dies bringt nun anscheinend auch die Berliner ins Wanken. Die Kryptobank sei angeschlagen und brauche dringend neue Gelder. Dies sagten mehrere mit dem Thema vertraute Personen dem „Handelsblatt“. Noch sei die Suche nach neuen Investoren aber nicht völlig gescheitert. Nuri selbst äußerte sich nicht gegenüber der Zeitung.

Nuri ist das erste deutsche Fintech, das die Auswirkungen des Krypto-Crashs auf so ernste Art und Weise zu spüren bekommt. Ganz neu sind die Probleme des Startups jedoch nicht: Bereits im Juni berichtete Gründerszene über Massenentlassungen bei der Krypto-Bank sowie über das Einfrieren von Geldern auf dem sogenannten „Bitcoin Ertragskonto“. [Mehr bei Handelsblatt]

Auf Gründerszene: Wüsstet ihr auf Anhieb, was eigentlich genau die Aufgaben eines COOs, also des Chief Operating Officers sind? Oftmals steht die Person hinter dem CEO, ist aber mindestens genauso wichtig fürs Unternehmen. Wenn nicht sogar wichtiger. Wir haben Experten und COOs einmal gefragt, was ihre Rolle umfasst und wie viel Geld sie denn verdienen. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Infarm muss nach einer Recherche des „Handelsblatts“ Umsatz-Rückgänge verbuchen. Das Berliner Foodtech hatte es mit Kräutern für Supermärkte wie Aldi und Kaufland zu einer Milliarden-Bewertung gebracht, obwohl die Firma bisher nur Erlöse im niedrigen Millionenbereich erzielt. Nun wurde bekannt, dass der Umsatz der Berliner im ersten Quartal 2022 um 3,6 Prozent niedriger war als noch im vierten Quartal 2021. Dies hat das „Handelsblatt“ aus internen Unterlagen herausgefunden, die der Zeitung vorliegen. Grund für den Rückgang sollen Probleme in der Lieferkette sein. Auch vom dritten auf das vierte Quartal 2021 soll der Netto-Umsatz gefallen sein. Vonseiten von Infarm hieß es jedoch, der Umsatz im ersten Halbjahr 2022 sei im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 um rund 33 Prozent gestiegen. [Mehr bei Handelsblatt]

Snap soll Entlassungen planen. Die Kürzungen folgen auf die eher enttäuschenden Quartalszahlen, die das Mutterunternehmen der Social-Media-Plattform Snapchat vorgelegt hat. Im Rahmen der Ergebnisse prognostisierte die Firma zudem keine Gewinne für das dritte Quartal. Die Nachrichten hatten den Aktienkurs einbrechen lassen. Es ist derzeit unklar, wie viele der mehr als 6000 Mitarbeiter von Snap entlassen werden könnten. Auch das in Chicago ansässige Unternehmen Groupon hat Kürzungen angeordnet. Mehr als 500 Mitarbeiter, rund 15 Prozent der über 3400 Mitarbeiter, müssen gehen. [Mehr bei The Verge und Techcrunch]

Nvidia hat vorläufige Zahlen veröffentlicht, die einen Umsatz von 6,7 Milliarden US-Dollar für das zweite Quartal zeigen, weit unter der ursprünglichen Prognose von 8,1 Milliarden Dollar. Der Chiphersteller machte für die Einbußen den Rückgang der Einnahmen aus dem Spielesektor verantwortlich. Die Verkaufswarnung ist das jüngste Zeichen für eine nachlassende Nachfrage nach Computerchips. [Mehr bei Wall Street Journal und CNBC]

Palantir hat ebenfalls seine Ergebnisse für das zweite Quartal veröffentlicht. Der US-amerikanische Anbieter von Software und Dienstleistungen verbuchte einen Verlust pro Aktie, übertraf aber die Umsatzerwartungen der Analysten. Die Erlöse kletterten auf 473 Millionen US-Dollar gegenüber den erwarteten 471,3 Millionen Dollar. Dies war ein Plus von 26 Prozent im Vergleich zu Vorjahresquartal. Laut des Softwareunternehmens, das für seine Zusammenarbeit mit der Regierung bekannt ist, ist die Zahl seiner gewerblichen Kunden im Jahresvergleich um 250 Prozent gestiegen und von 34 auf 119 Kunden angewachsen. [Mehr bei CNBC und Wall Street Journal]

Kryptowährungen: Tornado Cash wurde in die Liste der sanktionierten Internetdienste des US-amerikanischen Office of Foreign Asset Control (OFAC) aufgenommen. Damit wird ein wichtiges Datenschutztool für Ethereum-Nutzer abgeschaltet. Das Tool wird laut eines „Axios“-Berichts häufig von Cyberkriminellen verwendet, denn Tornado Cash ermöglicht einer Ethereum-Adresse, Geld zu erhalten, ohne preiszugeben, wer es gegeben hat (ähnlich wie bei Bargeld). Derzeit sollen sich 482 Millionen US-Dollar an Krypto-Vermögenswerten in Tornado-Cash-Pools befinden. Amerikaner, die versuchen, Tornado Cash zu verwenden, verstoßen ab sofort gegen das Gesetz. [Mehr bei Axios und Bloomberg]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Mithilfe von KI übersetzt das Schweizer Startup Vidby die Reden des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dafür braucht es nur wenige Minuten. Die Genauigkeit beträgt 99 Prozent. [Mehr bei Gründerszene]

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Einen schönen Dienstag!

Eure Gründerszene-Redaktion