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Lage der Autoindustrie in Deutschland hat sich im Juni weiter verbessert

·Lesedauer: 1 Min.
Mitarbeiter fertigen ein Auto in einem VW-Werk in Zwickau

Die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer sind im Juni laut Ifo-Umfrage besser gelaufen als im Mai. Der vom Ifo berechnete Indikator zur Geschäftslage stieg von 37,8 Punkten auf 44,2 Punkte und damit den besten Wert seit August 2018, wie das Münchner Institut am Freitag mitteilte. Der Indikator zu den Erwartungen stieg nur leicht von minus 1,6 Punkten im Mai auf 3,2 Punkte im Juni.

"Die Autobranche ist im Strukturwandel bescheidener geworden", kommentierte Oliver Falck die Zahlen, Leiter des Ifo-Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 wurden in Deutschland demnach nur 63 Prozent der Pkw des Vergleichszeitraums 2018 produziert.

Für die Beschäftigten der Branche bleiben die Aussichten laut Ifo verhalten: Die Unternehmen planen laut Umfrage weiter einen Arbeitsplatzabbau. Dieser Abbau dürfte vor allem die Produktion treffen, erläuterte Falck. "Um den Strukturwandel zu bewältigen, wird im Bereich der Informatik und Informations- und Kommunikationstechnologien, Entwicklung und Unternehmensorganisation weiter Personal aufgebaut." In diesen Bereichen seien aber prozentual weitaus weniger Menschen beschäftigt als in der Produktion.

Gleichzeitig zeichnet sich laut Ifo-Umfrage Mehrarbeit für die Angestellten ab: 68 Prozent der Betriebe gaben im Juni an, dass Überstunden gefahren wurden. Dieser Wert ist damit wieder auf seinem langjährigen Niveau zurück.

ilo/isd

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