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Lage am Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv

·Lesedauer: 2 Min.
Logo der Bundesagentur für Arbeit (AFP/INA FASSBENDER)

Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. "Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen kräftig ab", erklärte der Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Daniel Terzenbach, am Donnerstag. Die Arbeitslosenzahl ging im September gegenüber dem Vormonat um 114.000 auf insgesamt 2,465 Millionen zurück, die Arbeitslosenquote sank damit um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent.

"Die Beschäftigung und der Stellenbestand wachsen und liegen wieder über ihrem jeweiligen Vorkrisenniveau, gleichzeitig sinkt die Zahl der Kurzarbeiter deutlich", erklärte Terzenbach. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl im September um 382.000, die Quote um 0,8 Prozentpunkte.

Auch die Inanspruchnahme der Kurzarbeit ging laut BA weiter zurück. Im Juli 2021, den aktuellsten Monat, für den Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme zur Verfügung stehen, waren 927.000 Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Den Höhepunkt hatte die Kurzarbeit im April 2020 mit knapp sechs Millionen Beschäftigten erreicht.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie blieben jedoch auch im September dieses Jahr weiterhin spürbar: Die Zahl der Arbeitslosen lag aufgrund der Pandemie um rund 232.000 höher als ohne, die Arbeitslosenquote war noch um 0,5 Prozentpunkte erhöht.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im August im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 66.000 auf insgesamt 45,05 Millionen Menschen. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Plus von 328.000 Menschen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Juli um 481.000 auf insgesamt 33,71 Millionen Menschen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb indes weiter hoch. So waren im September bei der BA 799.000 Arbeitsstellen gemeldet, 209.000 mehr als im Vorjahresmonat. Zuletzt lag auch der BA-Stellenindex, ein Indikator für die Entwicklung des Arbeitsmarkts, deutlich über dem Vorkrisenniveau.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) äußerte sich erfreut: "Wir beobachten eine deutliche Herbstbelebung am Arbeitsmarkt und sinkende Arbeitslosenzahlen." Besondere Aufmerksamkeit erfordere allerdings die zunehmende Anzahl von Langzeitarbeitslosen: Im Vergleich zu September 2019 stieg deren Anzahl um 317.000 auf insgesamt 1,03 Millionen Menschen an. "Die Auswirkungen der Pandemie zeigen sich deutlich."

Die Verlängerung der Kurzarbeit bis Jahresende sei die richtige Entscheidung gewesen, betonte Heil. "Denn trotz sinkender Zahlen befinden sich nach wie vor viele Menschen in Kurzarbeit." Die Sonderregelung bleibe ein wichtiges Mittel beim Übergang zu einem normalisierten Arbeitsmarkt - auch für Betriebe, die noch unter Lieferschwierigkeiten zu leiden hätten.

fho/ilo

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