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Ladetechnikanbieter Compleo senkt Umsatzprognose 2022 - Aktie sackt ab

DORTMUND (dpa-AFX) - Der Ladetechnikanbieter Compleo <DE000A2QDNX9> hat wegen ausgelaufener staatlicher Förderprogramme für private Ladestationen (Wallboxen) und verzögerter Produktentwicklungen das Umsatzziel 2022 gesenkt. Die Prognose für den operativen Verlust blieb aber unverändert. Der Erlös dürfte im laufenden Geschäftsjahr bei 105 bis 110 Millionen Euro liegen, teilte Compleo am Donnerstag in Dortmund mit. Bislang hatte die Prognose bei 115 bis 135 Millionen Euro gelegen. Beim um Sondereffekte bereinigten Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werden weiter 25 bis 30 Millionen Euro angepeilt, nach einem Verlust von knapp zehn Millionen ein Jahr zuvor bei einem Umsatz von 57,5 Millionen Euro.

Der Kurs der seit 2020 an der Börse gelisteten Aktie sackte um bis zu 15 Prozent auf 16 Euro ab und näherte sich damit dem im Juli erreichten Rekordtief von 15,74 Euro. Das Papier befindet sich seit Monaten im Sinkflug - Ende 2021 hatte die Aktie zeitweise noch mehr als 100 Euro gekostet. Damals war das Unternehmen fast 600 Millionen Euro wert; inzwischen sind es weniger als 100 Millionen.

Im ersten Halbjahr zog der Umsatz um 142 Prozent auf knapp 52 Millionen Euro an. Wachstumstreiber war das Geschäft mit Software, das für Compleo immer wichtiger wird, während der Verkauf von Ladestationen enttäuschte. Der bereinigte operative Verlust fiel mit gut 13 Millionen Euro deutlich höher aus als ein Jahr zuvor. Hauptgrund für diese Entwicklung seien gestiegene Aufwendungen für Herstellung, Vertrieb, Forschung und Verwaltung.

Compleo-Chef Georg Griesemann muss deshalb die Kosten kräftig drücken, um das mittelfristige Ziel eines operativen Gewinns zu erreichen. Bis 2025 will der Konzern 560 Millionen Euro umsetzen und dabei eine Marge gemessen am operativen Ergebnis zwischen 10 und 15 Prozent erzielen.