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Länder-Verhandlungsführer kritisiert Tarifforderungen

Düsseldorf (dapd). Unmittelbar vor den ersten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst zwischen Ländern und Gewerkschaften hat der Verhandlungsführer der Länder, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), die Gewerkschaften kritisiert. 6,5 Prozent mehr in einem Jahr in der aktuellen Lage sei "völlig überzogen und unrealistisch", sagte Bullerjahn der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Für die Länder gelte, dass der Abbau der Verschuldung Priorität vor hohen Lohnzuwächsen bei den Beschäftigten im öffentlichen Dienst habe.

Die Schuldenbremse zwinge alle Bundesländer zu einem maßvollen Abschluss. Den vom Bund und den Kommunen vor einem Jahr mit den Gewerkschaften ausgehandelten Tarifvertrag mit einem Lohnplus von 6,3 Prozent in zwei Jahren bezeichnete Bullerjahn allerdings als "Orientierungsgröße". Am Ende müsse man zu einem "vernünftigen und finanzierbaren Ergebnis" kommen.

dapd