Deutsche Märkte öffnen in 6 Stunden 8 Minuten
  • Nikkei 225

    29.081,25
    +206,02 (+0,71%)
     
  • Dow Jones 30

    34.196,82
    +322,58 (+0,95%)
     
  • BTC-EUR

    29.096,93
    +879,51 (+3,12%)
     
  • CMC Crypto 200

    837,69
    +51,07 (+6,49%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.369,71
    +97,98 (+0,69%)
     
  • S&P 500

    4.266,49
    +24,65 (+0,58%)
     

Kunden verärgert: Warum der DHL-Bote nicht mehr klingelt

·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Wer kennt es nicht? Man freut sich über sein Paket von DHL, bekommt sogar eine Zustellungsbenachrichtigung und plötzlich hängt nur ein Kärtchen im Briefkasten – mit der Bitte, das Paket in der Poststation zu holen. Ärgerlich! Doch das Unternehmen hat dafür eine ganz einfache Erklärung.

Paris, France - April 21, 2016: Courier enters DHL yellow delivery van after delivering the on time delivering package parcel
DHL-Boten müssen in bestimmten Fällen nicht mehr klingeln (Symbolbild: Getty Images)

Ab Juli 2021 tritt bei DHL eine neue Regelung in Kraft. Was das bedeutet? DHL-Boten müssen in Zukunft in vielen Fällen nicht mehr klingeln, wenn sie eine Sendung ausliefern. Das neue Zustellungsverfahren ermöglicht es DHL, Pakete einfach am Ablageort abzustellen – ohne den Versuch, das Paket an der Haustür persönlich an den Kunden zu übergeben. Doch das trifft nur auf bestimmte Kunden zu, nämlich die, die einen Ablageort bestimmt haben. "Vor der Ablage wird demnach nicht mehr bei Ihnen geklingelt, was für Sie einen ungestörten und zügigen Empfang Ihrer Sendung bedeutet", schreibt die DHL.

Die neue DHL-Regelung erlaubt es dem Unternehmen, künftig ganz aufs Klingeln zu verzichten. Die Boten müssen nicht einmal mehr überprüfen, ob jemand zu Hause ist. Und das ist noch lange nicht alles: Auf einigen DHL-Zetteln steht eine weitere wichtige Info: Der Kunde muss für das erwartete Paket ein Nachentgelt entrichten.

Paket-Mail: Falsche Zöllner kassieren per Prepaid-Zahlung ab

"Bei Sendungen mit Nachentgelten, Paketen mit Ident-Check sowie Sendungen aus dem Ausland mit einzuziehenden Zollabgaben wird während der aktuellen Situation kein Zustellversuch unternommen. Diese Sendungen werden direkt benachrichtigt. In der Filiale werden für Mitarbeiter und Kunden bessere Schutzmöglichkeiten angeboten und es besteht häufig die Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlens", heißt es von Unternehmensseite.

Viele Kunden-Beschwerden in den Sozialen Medien

Kein Wunder, dass viele Kunden verärgert sind. Warten sie doch sehnsüchtig auf ihr Paket und dürfen dann enttäuscht zur nächsten Postfiliale laufen und es selbst holen. So macht Online-Shopping doch gar keinen Spaß mehr! Auf der Facebook-Seite des Unternehmens laufen die Kunden Sturm und beschweren sich. "Wenn wir ohnehin zuhause im Home Office sind, dann wäre es auch schön, wenn die Pakete zugestellt werden", schreibt ein sichtlich verärgerter User. "Mein Paket wurde ins Zustellfahrzeug geladen und genau fünf Minuten später kam die Nachricht 'Konnte nicht zugestellt werden'. Was los bei euch in 38226 Salzgitter?", fragt ein weiterer empörter Kunde.

DHL-Erpresser: 35-Jähriger stellt sich den Behörden

Pakete, bei denen kein weiterer Vorgang nötig ist, werden natürlich nach wie vor zugestellt. Wer einmalig einen Ablageort bestimmt hat, kann die Neuregelung aber auch umgehen. Um den Paketzusteller künftig wieder zum Klingeln zu bewegen, sollten Verbraucher bis Mitte Juni ein Schreiben an DHL senden. Dafür müssen Kunden ein Online-Formular ausfüllen und sich registrieren. Doch Achtung: Wer sich online registriert, bekommt alle Benachrichtigungen künftig nur noch per E-Mail. Wie sich das vermeiden lässt? Am besten das Formular ausdrucken und per Post an DHL senden. 

VIDEO: DHL-Pakete verschicken – jetzt auch in Bussen möglich

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.