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Kuka-Umsatz sinkt – keine Prognose für 2020

Der Roboterhersteller hat 2019 zumindest bei der Profitabilität Fortschritte gemacht. Doch wird 2020 wegen der Coronakrise ein schwieriges Jahr.

Umsatzrückgänge auf dem wichtigen chinesischen Markt und in der Robotiksparte haben dem Roboterbauer Kuka im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Die Erlöse im Gesamtkonzern sanken 2019 um 1,5 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Der Auftragseingang ging sogar um 3,5 Prozent zurück.

„2019 war ein Jahr des Umbruchs“, sagte Vorstandschef Peter Mohnen am Donnerstag bei Vorlage der Zahlen. Er wertete es als Erfolg, dass zumindest die Profitabilität etwas verbessert wurde. Wegen der Coronakrise könne er aber derzeit keine Prognose für 2020 abgeben.

Der Roboterbauer schwächelt schon seit Längerem. Immerhin konnte das operative Ergebnis im vergangenen Jahr um gut ein Drittel auf 48 Millionen Euro verbessert werden. Der Free Cashflow war erstmals seit 2015 positiv. „Trotz schwieriger Zeiten sind wir zurück in der Spur“, sagte Mohnen. Allerdings ist die operative Umsatzrendite mit 1,5 Prozent immer noch schwach. Im Jahr zuvor hatte sie bei 1,1 Prozent gelegen. Unter dem Strich verdiente Kuka gerade einmal 18 Millionen Euro.

Kuka war vor knapp vier Jahren vom Hausgerätehersteller Midea für mehr als vier Milliarden Euro übernommen worden. Doch ausgerechnet in China laufen die Geschäfte weiter nicht gut. Der Umsatz sank hier im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 528 Millionen Euro. Gerade in der Auto- und Elektronikindustrie seien die Geschäfte wegen der geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten nicht einfach, hieß es.

In der Robotiksparte sanken die Umsätze weltweit um sieben Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Auch Konkurrenten wie ABB hatten ein Ende des Robotikbooms zu spüren bekommen. Doch gab es bei Kuka nach Einschätzung in Branchenkreisen zwischenzeitlich auch Innovationsrückstand.

Die Folgen der Coronakrise kann auch Kuka noch nicht wirklich abschätzen. „Die Pandemie trifft uns und macht uns betroffen“, sagte Mohnen. Es gelte nun, die Herausforderungen zu meistern und „für die Zeit nach Corona gerüstet zu sein“.