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Kubicki sieht Spahn als 'Opfer der eigenen Hybris'

·Lesedauer: 1 Min.

AUGSBURG/BERLIN (dpa-AFX) - FDP-Vize Wolfgang Kubicki bereut, dass er Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) öffentlich als Kanzlerkandidaten der Union favorisierte. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass er Spahn überschätzt habe, sagte Kubicki der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). "Das war eine meiner großen Fehleinschätzungen - und auch eine persönliche Enttäuschung." Der Minister sei "Opfer der eigenen Hybris". "In vielen zentralen Punkten hat das Ministerium versagt, an dessen Spitze er steht."

Für die Wahlchancen der FDP wäre Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach Einschätzung Kubickis der beste Kanzlerkandidat der Union gewesen. "Für mich als Norddeutschen wäre Markus Söder ein Gottesgeschenk gewesen, denn sein großmäuliges Auftreten hätte der FDP in Schleswig-Holstein mächtig Stimmen gebracht", sagte er. "In Bayern ist Markus Söder ein König, in Berlin wäre er ein Zwerg." Kubicki hatte sich einst für Spahn als Kandidaten der Union ausgesprochen. Im Verlauf der Pandemie forderte er dessen Entlassung.

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