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Kritik in Umfrage an Gesundheitsämtern und Behördendeutsch

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WIESBADEN (dpa-AFX) - Auch in der Corona-Pandemie sind die Bundesbürger einer Umfrage zufolge mehrheitlich mit den Dienstleistungen von Behörden zufrieden. Unterdurchschnittliche Bewertungen erhielten allerdings die Gesundheitsämter, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Auch unverständliches Behördendeutsch sorgte für Kritik. Die Umfrage erfolgte von Februar bis Mai 2021 unter rund 6000 Bürgerinnen und Bürgern im Auftrag der Bundesregierung.

Die Befragung erfolgt alle zwei Jahre, dabei werden auf einer Skala von minus 2 (sehr unzufrieden) bis plus 2 (sehr zufrieden) Behördenkontakte in unterschiedlichen Lebenslagen wie Heirat, Immobilienerwerb oder Arbeitslosigkeit bewertet. Die Gesamtzufriedenheit erzielte den Wert 1,1 und lag damit leicht unter dem Wert von 2019 mit 1,2, wie das Bundesamt erklärte. Insgesamt gaben 83 Prozent der Bürger an, eher oder sehr zufrieden zu sein.

Unterdurchschnittlich waren die Ergebnisse bei Kontakten mit den Gesundheitsämtern im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie mit 0,8. Den gleichen Wert erhielten Behörden bei Scheidungen oder Aufhebungen von Lebenspartnerschaften. Am schlechtesten schnitten die Behörden mit 0,7 im Fall finanzieller Probleme wie Überschuldung ab. Den höchsten Wert erreichte mit 1,5 die Beantragung von Ausweisdokumenten.

In Sachen Verständlichkeit gibt es der Umfrage zufolge Nachholbedarf, vor allem bei Rechtstexten (0,4). Bei Formularen und Anträgen wurde die Verständlichkeit mit 0,8 bewertet, offizielle Schreiben erhielten den Wert 0,9.

Der Anteil der Bürgerinnen und Bürger, der online mit Behörden kommuniziert, stieg den Angaben zufolge von 27 auf 41 Prozent. Die Zufriedenheit mit den Online-Angeboten stagniert allerdings mit 0,5 auf unterdurchschnittlichen Niveau, wie das Bundesamt berichtete.

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