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Krisen-Fintech Zeitgold verliert einen seiner Mitgründer

·Lesedauer: 1 Min.
Das Zeitgold-Führungsteam Stefan Jeschonnek, Kobi Eldar und Jan Deepen (v.l).
Das Zeitgold-Führungsteam Stefan Jeschonnek, Kobi Eldar und Jan Deepen (v.l).

Das hochfinanzierte Berliner Fintech Zeitgold verliert einen seiner zwei Mitgründer – zumindest operativ. Wie Gründerszene erfuhr, ist Stefan Jeschonnek seit dem 11. Mai nicht länger Geschäftsführer des Unternehmens. Auf Nachfrage bestätigte Jeschonnek seinen Abgang. Sie sei einer „Änderung in der offiziellen Struktur“ geschuldet. Er werde jedoch weiterhin „als Berater Teil des Zeitgold-Teams“ sein. Nebenher ist der 38-Jährige bereits länger als Investor und Business Angel aktiv.

Jeschonnek gründete Zeitgold 2015 zunächst gemeinsam mit Jan Deepen, beide hatten zuvor den milliardenschweren Payment-Dienstleister Sumup aufgebaut. Mit Zeitgold wollten die Berliner die Buchhaltung von Selbstständigen und Kleinunternehmern vereinfachen.

Mittels einer Software sollten gesammelte Belege digitalisiert und als To-dos auf das Smartphone der Kunden geschickt werden, was diesen Zeit sparen sollte. Für ihre Idee konnten Jeschonnek und Deepen einige Geldgeber gewinnen, über die Jahre flossen mehr als 50 Millionen Euro in das Fintech.

Zuletzt kriselte es bei Zeitgold

Mit Beginn der Corona-Pandemie geriet Zeitgold jedoch zunehmend in Schwierigkeiten. Zunächst konnte im Mai 2020 noch eine Finanzierungsrunde abgeschlossen werden. Im Juli darauf stellte das Unternehmen sein Produkt überraschend ein und kündigte 75 Mitarbeitern. Inzwischen versucht das Fintech unter dem Namen Sorted eine neue Steuersoftware aufzubauen.

Wie Gründerszene-Recherchen zeigten, hatte Zeitgold zuvor mit massiven Problemen im Vertrieb gekämpft. Auch wirtschaftlich blieb das Fintech offenbar weit hinter seinen Erwartungen zurück. Laut Financefwd erzielte Zeitgold bereits im Vorkrisenjahr 2019 einen Umsatz von nur 1,38 Millionen Euro. Der Verlust belief sich auf rund 15 Millionen Euro.

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