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Eine Krise im Silicon Valley bedroht das Geschäft von Google, Apple und Facebook

Business Insider Deutschland
Silicon Valley Apple

Daheim, das ist für den jungen Amerikaner Brandon ein Ford E-350 in einer Parklücke auf dem Google-Parkplatz im Silicon Valley. Brandon ist selbstgewählt obdachlos. Er verdient bei Google mehr als 100.000 Dollar im Jahr — und hat doch seit drei Jahren keine Wohnung mehr, berichtete er der Zeitung „Welt am Sonntag“.

Schuld sind die horrenden Kaufpreise und Mieten im Silicon Valley, dem Schmelzpunkt der Tech-Branche südlich von San Francisco. Monatsraten von 4.000 Dollar sind keine Seltenheit. Brandon hat ausgerechnet, dass die Hälfte seines üppigen Lohnes für eine Wohnung draufgehen würde. Das sieht er — wie viele andere — nicht ein.
Die Situation in und um die Metropole herum ist so bizarr, dass US-Amerikaner, die hier weniger als 105.000 Dollar im Jahr verdienen, offiziell als arm gelten, weil das die Grenze für 60 Prozent des Medianeinkommens der Region ist. Die Mieten haben sich den Einkommen angepasst.

Es gibt kaum Wohnungen, aber viele potenzielle Mieter

Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens ist die Nachfrage nach Wohnungen im Silicon Valley in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Apple hat hier seinen Hauptsitz, ebenso Google und Facebook. Dazwischen tummeln sich hunderte Start-Ups. Sie alle brauchen Softwareentwickler, Ingenieure und andere Techniker.

Zweitens ist das Angebot im Tal sehr endlich. Das liegt daran, dass sich die Städte dem Wahn nach Hochhäusern und Wolkenkratzern verweigern. Höher als 15 Meter darf quasi nirgendwo gebaut werden. Das macht den Wohnraum knapp und damit teuer.

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