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Kriminelle Telegram-Chatgruppen mit tausenden Mitgliedern gesprengt

·Lesedauer: 2 Min.
Blaulicht an einem Polizeiwagen
Blaulicht an einem Polizeiwagen

Im Kampf gegen Cyberkriminalität haben das Bundeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mehrere kriminelle Chats im umstrittenen Messengerdienst Telegram mit tausenden Mitgliedern gesprengt. Insgesamt seien neun Chatgruppen mit rund 8000 Mitgliedern "übernommen und sichergestellt" worden, teilten die Ermittler am Freitag mit. In den Gruppen wurde demnach unter anderem mit Drogen, Waffen und gefälschten Dokumenten gehandelt.

28 Beschuldigte aus Deutschland und Österreich seien bisher identifiziert worden. Gegen sie gingen die Ermittler am Donnerstag mit einer Razzia in sechs Bundesländern in Deutschland sowie in Vorarlberg in Österreich vor. Die deutschen Behörden ermitteln gegen 13 Beschuldigte zwischen 18 und 54 Jahren.

Zwei Männer aus dem Landkreis Offenbach wurden festgenommen. Gegen einen von ihnen lag bereits ein Haftbefehl vor. Bei der Razzia beschlagnahmten die Ermittler unter anderem vier Kilogramm Drogen, acht Waffen und 8000 Euro Bargeld.

Seit Juni wurde gegen die Administratoren und in den Gruppen aktive Händler ermittelt. Zu den betroffenen Gruppen und Chats gehören beispielsweise "Silk Road","GermanRefundCrew" oder "Cracked Accounts Shop".

Der Handel über den Chatdienst Telegram ist laut Ermittlern eine Alternative zum Darknet. In den teilweise öffentlich zugänglichen Kanälen und Chats seien die illegalen Geschäfte angebahnt worden. So seien Angebote beispielsweise mit Bildern beworben worden. Händler und Käufer hätten dann in separaten Chats die Geschäfte abgewickelt. Wie es den Behörden gelang, die verschlüsselten Chats zu sichern, teilten sie aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht mit.

Telegram garantiert seinen Nutzern die vollständige Verschlüsselung: Nachrichten, Videos und Fotos können per Handy an einzelne Kontakte oder ganze Gruppen geschickt werden, ohne dass Geheimdienste einfach darauf zugreifen können. Immer wieder wurde der Dienst dafür kritisiert, weil er weniger als andere Anbieter mit den Behörden kooperiert.

Telegram wird wegen seiner Verschlüsselungstechnologie auch vorgeworfen, Dschihadisten als attraktives Kommunikationsmittel zu dienen. Die App wird zudem häufig zur Organisation von Demonstrationen in Staaten genutzt, in denen die Meinungsfreiheit eingeschränkt ist. So wurden beispielsweise zahlreiche Nachrichten über die anhaltenden Proteste in Belarus gegen Staatschef Alexander Lukaschenko über Telegram verbreitet.

ald/cfm