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Krater im Kindergarten und viele Verletzte: Krieg ist zurück in Kiew

Der russische Angriffskrieg ist mit brutaler Wucht nach Kiew zurückgekehrt. Erstmals seit drei Wochen sind wie der Wohngebiete der Hauptstadt in das Visier der russischen Armee geraten. Bombardiert wurde unter anderem ein neunstöckiges Wohnhaus. Glück im Unglück hatten ein siebenjähriges Mädchen und ihre Mutter, die lebend aber verletzt aus den Trümmern geborgen wurden. Auch mehrere weitere Zivilisten wurden verletzt.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko beamtwortete vor Ort Fragen von Reporterinnen und Reportern: "Sie stellen mir die Frage, warum sie Kiew angreifen. Eigentlich stellt sich die Frage, warum sie die Ukraine angreifen. Es gibt keinen Grund. Es ist ein sinnloser Krieg, in dem Tausende und Abertausende von Zivilisten sterben. Wir wissen nicht, warum."

Ivan Donets lebt in unmittelbarer Nachbarschaft des getroffenen Wohnblocks: "Das ist schrecklich. Ich habe die Zerstörung gesehen. Viele Wohnungen gibt es nicht mehr, nur noch Wände. Alles ist schwarz. Wenn es Tote gibt, ist es noch schrecklicher."

Bomben auf Kindergarten

Nur 400 Meter entfernt wurde auch das Gelände eines Kindergartens von einem enomen Einschlag erschüttert. Glücklicherweise hielt sich niemand dort auf. Bürgermeister Klitschko sprach angesichts der Bombardierung mit insgesamt 14 Raketen von einer symbolischen Aggression Russlands im Vorfeld des Nato-Gipfels. Auf einem Tweet des ukrainischen Vertedigungsministeriums ist der Krater im Vordergrund zu erkennen.

In der nordostukrainischen Millionenstadt Charkiw wurde ebenfalls ein Wohngebiet von Raketen getroffen, die laut des örtlichen Polizeichefs aus der grenznahen russischen Region Belgorod abgefeuert wurden. Zwei Verletzte mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Das russische Militär betont weiterhin, keine Wohngebiete anzugreifen.

Schoigu ehrt Soldaten - unklare Lage im Donbas

Mit einem Hubschrauber traf der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu an einem unbekannten Ort in der Ukraine ein, um dort kämpfende Soldaten auszuzeichnen. Die Aufnahmen wurden vom Verteidigungsministerium zeitgleich mit den Luftangriffen auf Kiew veröffentlicht.

Nach dem Fall der Großstadt Sjewjerodonezk läuft die russische Großoffensive in der Region weiter auf Hochtouren. In der benachbarten Metropole Lyssytschansk waren dichte Rauchwolken über dem dortigen Industriegebiet und einer Ölraffinerien zu erkennen. Lyssytschansk wird weiterhin massiv vom Boden und aus der Luft angegriffen.

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