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Krankenhausgesellschaft fordert mehr Unterstützung für Kliniken in Coronakrise

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Krankenschwester in einem Krankenhaus

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat schnelle Nachbesserungen bei der finanziellen Unterstützung von Kliniken in der Corona-Pandemie gefordert. Die Krankenhäuser bräuchten die Gewissheit, dass ihre wirtschaftliche Verluste auch für das Gesamtjahr 2021 ausgeglichen würden, sagte Präsident Gerald Gaß am Dienstag in Berlin. Vorbild solle die im Vorjahr 2020 geltende Unterstützungsregelung sein, die derzeit bereits nicht mehr gelte.

Unter den aktuellen Voraussetzungen erhielten nur Krankenhäuser in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 70 Geld zur Kompensation von Einnahmeausfällen in Folge der Konzentration auf die Behandlung von Corona-Patienten, sagte Gaß. Dies treffe auf etwa 50 Prozent der Kliniken in Deutschland zu, obwohl sich faktisch alle Einrichtungen an der Pandemiebekämpfung beteiligten.

Die Krankenhäuser forderten keine "Subventionen", betonte Gaß. Es gehe lediglich um den Ausgleich der Verluste, die durch erheblich höhere Kosten bei der Behandlung von Corona-Patienten bei einem gleichzeitigen Wegfall von Einnahmen aufgrund der Einschränkungen im normalen Betrieb entstünden. Die Regelungen für 2020 seien gut gewesen und sollten auch für das Jahr 2021 gelten. "Das würden den Krankenhäusern Stabilität und Sicherheit geben", fügte er an.

Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Krankenhausbehandlungen im Zuge der Pandemie im Schnitt um zehn Prozent gesunken, erläuterte der Hauptgeschäftsführers der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum. Ohne den damals angewandten Rettungsschirm hätten die Kliniken diese Belastung "nicht stemmen können". In Deutschland gebe es keine Grundfinanzierung. Die Einnahmen der Krankenhäuser stammten allein aus der Abrechnung von erbrachten Behandlungen.

bro/cfm