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Kramp-Karrenbauer ruft Verlierer im Machtkampf zur Zusammenarbeit auf

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BERLIN (dpa-AFX) - CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die künftigen Verlierer im Machtkampf um den Parteivorsitz eindringlich aufgerufen, den Gewinner zu unterstützen. Die CDU werde die Wahlen im kommenden Jahr "nur erfolgreich gestalten können, wenn diese Partei und wenn die Union insgesamt wirklich zusammenhält. Und bis auf den letzten Mann und die letzte Frau gemeinsam die Ärmel hochkrempelt und kämpft", sagte Kramp-Karrenbauer am Freitagabend bei einem virtuellen Kongress der Kommunalpolitischen Vereinigung von CDU und CSU. Im kommenden Jahr stehen die Bundestagswahl und sechs Landtagswahlen an.

Deswegen erwarte sie von jedem der drei Kandidaten, "dass er, wenn er nicht gewinnen sollte, mit den beiden anderen zusammenarbeitet. Dass alle drei an einem Strang ziehen", sagte Kramp-Karrenbauer. Für ihre Nachfolge kandidieren Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Sie erwarte, dass von dem für den 16. Januar geplanten Parteitag "ein klares Signal ausgeht: Diese Partei geht geschlossen in dieses Wahljahr".

Merz hatte dem CDU-"Establishment" nach der Verschiebung des ursprünglich für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Präsenzparteitags wegen der Corona-Lage Anfang der Woche vorgeworfen, es wolle ihn verhindern. Vor allem gegen Laschet erhob er schwere persönliche Vorwürfe.

Der CDU-Vorstand will am 14. Dezember angesichts der Pandemielage entscheiden, wie wohl am 16. Januar ein Parteitag stattfinden kann. Kramp-Karrenbauer sagte, die Parteizentrale bereite alles vor, damit der Parteitag am 16. Januar rechtssicher möglich sei. Alle Optionen würden besprochen, vom Präsenzparteitag über einen Digitalparteitag mit der Möglichkeit, dort rechtssicher digital zu wählen, bis hin zu einem Digitalparteitag mit einem verkürzten und pragmatischen Briefwahlverfahren.