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Warum Kraft Heinz mehrere Käsemarken für 3,2 Milliarden US-Dollar verkauft

Motley Fool Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Das Unternehmen Kraft Heinz hat einen Milliarden-Deal mit der Groupe Lactalis eingefädelt und einen Großteil seiner Käsemarken veräußert.

Kraft food products are displayed in a market in San Francisco, California February 2, 2010. Kraft Foods won control of Cadbury on Tuesday as holders of almost 72 percent of the British chocolatier's stock accepted the 11.7 billion pound takeover that will create the world's biggest confectioner. REUTERS/Robert Galbraith  (UNITED STATES - Tags: BUSINESS FOOD)
Der Konzern Kraft Heinz hat sich von einem Großteil seiner Käsemarken getrennt. (Symbolbild: Reuters)

Nur wenige Stunden nach der Ankündigung eines neuen, optimistischen Ausblicks und eines aktiven strategischen Plans gab Kraft Heinz (WKN:A14TU4) einen 3,2 Milliarden US-Dollar schweren Deal zum Verkauf vieler seiner großen Käsemarken an die Groupe Lactalis bekannt. Dieser Schritt ist offensichtlich Teil der strategischen Straffung des Geschäfts von Kraft Heinz, wobei CEO Miguel Patricio in einer Erklärung sagte, der Verkauf “ist ein großartiges Beispiel für agiles Portfolio-Management in der Umsetzung”.

Kraft Heinz will Geld zur Schulden-Tilgung nutzen

Die 3,2 Milliarden US-Dollar, die Lactalis für die Übernahme der “Natur-, Reib-, Kultur- und Spezialkäse-Geschäfte” des Lebensmittelriesen aufwendet, sind laut Pressemitteilung fast doppelt so hoch wie die 1,8 Milliarden US-Dollar, die die Käsemarken in den letzten 12 Monaten in die Kassen von Kraft Heinz schaufelten. Zu den beteiligten Marken gehören der internationale Zweig von Cheez Whiz sowie die amerikanischen Filialen von Cracker Barrel, Polly-O, Hoffman’s, Athenos, Knudsen und Breakstone’s. Es wird auch eine unbefristete Lizenz für die internationale Produktion von Velveeta-Käse geben.

Lactalis übernimmt auch vier Produktions- und/oder Vertriebsstätten in den Vereinigten Staaten. Die Anlagen sollen normal weiterbetrieben werden und die gleiche Belegschaft behalten, nur mit einem anderen Arbeitgeber, so Kraft Heinz. Kraft Heinz seinerseits behält eine Handvoll Frischkäse-, Schmelzkäse- und Käsesaucenmarken.

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Das Unternehmen gibt an, dass es die 3,2 Milliarden US-Dollar zur Tilgung seiner Schulden nutzen wird. Im Ausblick-Bericht erklärte Kraft Heinz, dass es plant, seine Nettoverschuldung bis zum Jahresende auf weniger als den Faktor 4 zu reduzieren, obwohl es zu diesem Zeitpunkt nur Effizienzsteigerungen und die Reinvestition des eingesparten Geldes in Wachstumschancen als Mittel zur Erreichung dieses Ziels erwähnte.

Das Lactalis-Käse-Geschäft wird in der ersten Hälfte des Jahres 2021 abgeschlossen, vorausgesetzt, es erhält die Zustimmung der Aufsichtsbehörden.

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Dieser Artikel wurde von Rhian Hunt auf Englisch verfasst und am 15.09.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool hat keine Position in einer der genannten Aktien.

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