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Kracher der Dauerrivalen im GFL-Viertelfinale

·Lesedauer: 6 Min.
Kracher der Dauerrivalen im GFL-Viertelfinale
Kracher der Dauerrivalen im GFL-Viertelfinale
Kracher der Dauerrivalen im GFL-Viertelfinale

Der Klassiker diesmal gleich im Viertelfinale!

Mit dem Viertelfinale beginnen am Wochenende die Playoffs in der SharkWater GFL und damit der Endspurt in Richtung des SharkWater German Bowls XLII am 9. Oktober im Frankfurter Deutsche Bank Park. Die Umwälzungen zur letzten Saison zeigen sich im Teilnehmerfeld: Nur drei Viertelfinalisten von 2019 sind auch dieses Jahr wieder dabei. (GFL: Spielplan/Ergebnisse und Tabellen)

Schwäbisch Hall Unicorns gegen NewYorker Lions

Und die beiden prominentesten dieser drei, die Finalisten des letzten German Bowls aus Schwäbisch Hall und Braunschweig, treffen gleich an diesem Samstag aufeinander (Schwäbisch Hall Unicorns - NewYorker Lions Braunschweig live im TV und im Livestream auf SPORT1 ab 16 Uhr). Fünf der letzten sechs German Bowls bestritten Schwäbisch Hall Unicorns und New Yorker Lions gegeneinander, dazu noch einmal das Finale der europäischen „Big6“ 2015.

Nun allerdings kreuzen sich die Wege erstmals seit 2005 wieder einmal vor dem Finale. Was in dem Fall die „Schuld“ der Braunschweiger ist, die früh in der Saison im Norden hinter Dresden und Potsdam zurückfielen und schließlich im letzten Saisonspiel auch noch die Chance auf Rang drei gegen Köln vergeigten.

Die Schwäbisch Haller, die zum zehnten Mal in Folge Südmeister wurden und dies zum fünften Mal hintereinander auch mit einer Perfect Season, haben ihre Dominanz anders als die Braunschweiger auch durch die Corona-Pause hindurch bewahren können. Sind sie nun aber deswegen automatisch auch der Favorit im ersten Playoff-Duell der beiden, das sie auch als Gastgeber bestreiten dürfen? (Ex-NFL-Profi Moritz Böhringer im SPORT1-Interview)

Braunschweig besticht mit der Defense

„Diese Begegnung haben wir uns und unseren Fans schon lange als Heimspiel gewünscht“, freut sich der Unicorns-Vorsitzende Jürgen Gehrke. „Diese Paarung ist ein echter Knaller, und wir freuen uns sehr, dieses Spiel im OPTIMA Sportpark präsentieren zu können.“ In die uneingeschränkte Vorfreude des Vereinsbosses mischt sich bei Head Coach Jordan Neuman nur ein klein wenig mehr Vorsicht: „Wir sagen schon immer, dass die Playoff-Zeit zwar eine große Herausforderung darstellt, aber auch die Zeit mit dem größten Spaßfaktor im Jahr ist. Das ist eine großartige Paarung, und wir erwarten ein sehr spannendes Spiel.“

Sieht man vom letzten Saisonspiel ab, schienen die Braunschweiger zuletzt wieder steigende Form zu haben. Quarterback Jake Kennedy und Running Back Exavier Edwards profitierten von Neuzugang Chuka Okpalobi als weiterem Running Back. Und die Defense der Niedersachsen, die wie kaum eine andere den direkten Weg zum Ball sucht und mit vielen Blitz-Varianten den gegnerischen Quarterback unter Druck setzt, war schließlich ebenfalls noch einmal verstärkt worden.

Die Unicorns waren während der Saison im Grunde nie wirklich in Gefahr geraten. Wenn sie phasenweise manchmal etwas wackelten, dann lag es in der Regel an verletzungsbedingten Ausfällen. Für den Samstag gibt es nun keine Ausfälle zu beklagen. Zum ersten Mal in diesem Jahr wird man auf den vollständigen Kader setzen können. Das Traditionsduell des deutschen Footballs der letzten zehn Jahre sollte also wieder ein echter Knaller werden können.

Dresden Monarchs empfangen Allgäu Comers

Das dritte Team, das seinen Playoff-Platz aus dem Jahr 2019 verteidigte, sind die Dresden Monarchs. Mit klaren Erfolgen gegen Braunschweig und Potsdam haben die Sachsen den ersten Platz im Norden endlich errungen, dem sie seit langer Zeit vergeblich hinterher jagten. Ebenso wie Braunschweig und Schwäbisch Hall fünfmal in den letzten sechs Spielzeiten im German Bowl gegeneinander spielten, mussten die Dresdener in fünf der letzten sechs Saisons im Halbfinale nach Schwäbisch Hall und verloren immer.

Bevor sich dies endgültig zum Trauma auswachsen könnte, hat man diesmal nun das Heimrecht für Viertel- und eventuelles Halbfinale garantiert, und auf die Unicorns wird man frühestens im Finale treffen. Ist damit der Weg nach Frankfurt klar vorgezeichnet? Im letzten Punktspiel gegen die Potsdamer bewies der Angriff um Quarterback Kyle Carter-Samuels und die Receiver Darrell Stewart, Radim Kalous und Co. jedenfalls, dass er auch starke Abwehrriegel knacken kann, der Defense gelang es, ein starkes Laufspiel des Gegners zur Wirkungslosigkeit zu verdammen.

Damit hätte man exakt die Tugenden beisammen, die es braucht, um den Süd-Vierten Allgäu Comets zu bezwingen. Die Comets bringen die nach zugelassenen Yards zweitstärkste Verteidigung der Liga (nach den Unicorns) mit nach Dresden. Im Angriff ist Glen Toonga ihre wichtigste Waffe. Für den britischen Running Back der Comets ist es eine Rückkehr nach Dresden, denn er spielte zuvor für die Sachsen. Um so mehr wird man dort darum wissen, wie schwer er zu stoppen ist. Doch insgesamt vertrauen die Dresdner auf einen breit aufgestellten Kader und natürlich auch auf den Heimvorteil.

GFL-Premieren in Bayern und dem Saarland

Der Heimvorteil ist auch in den beiden Spielen des Sonntags bemerkenswert: Wenn die Saarland Hurricanes die Cologne Crocodiles empfangen und die Potsdam Royals die Munich Cowboys, dann ist es in beiden Fällen jeweils das erste GFL-Playoff-Spiel überhaupt, das in den Bundesländern Saarland und Brandenburg ausgetragen wird.

Wenn die Potsdam Royals am Sonntag (live im TV und im Livestream auf SPORT1 ab 16 Uhr) die Munich Cowboys erwarten, ist noch unsicher, ob Münchens Head Coach Antonio Moore seine erste Garde komplett aufbieten kann. Stamm-Quarterback Justin Sottilare und Wide Receiver Michiah Quick standen seit einigen Wochen verletzungsbedingt nicht mehr zur Verfügung. Vertreten wurden sie von Manuel Engelmann und Kai Silbermann, was in den Punktspielen recht gut klappte. Running Back Brandon Watson sorgt zusätzlich für die Variabilität.

Somit wird viel von der Potsdamer Defense abhängen, die in der ersten Saisonhälfte fast unbezwingbar war, inzwischen aber verletzungsbedingt nicht mehr allzu sicher erscheint. Bei den Münchner Gästen ist nach wie vor die Defense das Prunkstück. Mit zugelassenen elf Punkten und 255 Yards pro Spiel liegt die Verteidigung der Cowboys statistisch gesehen noch vor der der Royals. Leistungsträger waren Linebacker Ryan Newell und Defensive Back Armando Smith. Ob es aber reicht, den erfolgreichsten Running Back der Liga, den Potsdamer Jake Mayon, aufzuhalten, wird der Sonntag zeigen.

Münchens Trainer Moore ist nach dem Sieg gegen die Comets, der den Playoff-Einzug sicherte, jedenfalls optimistisch: „Unser Team hat immer an sich geglaubt und gerade mit dem Heimsieg gegen Kempten gezeigt, dass wir qualitativ in die Playoffs gehören. Die Meisterrunde wird im K.O.-System gespielt. Das steigert die Spannung noch weiter, denn es kommt auf die Leistung an diesem Tag an, und wir haben alle Chancen.“

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