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Korrelation

Die Korrelation gibt an, wie stark die Kursentwicklung zweier verschiedener Finanzinstrumente miteinander korreliert, also wie stark sich die Kursentwicklung ähnelt. Der sogenannte Korrelationskoeffizient (der oft einfach als Korrelation bezeichnet wird) kann dabei einen Wert zwischen +1 und -1 einnehmen. Bei einem Wert von +1 liegt eine vollständige positive Korrelation, bei einem Wert von -1 eine vollständige negative Korrelation vor. Bei den beiden Finanzinstrumenten kann es sich zum Beispiel um zwei Aktien oder um einen Index und eine darin enthaltene Aktie handeln.

Ein Korrelationskoeffizient von +1 zwischen Aktie A und Aktie B bedeutet zum Beispiel, dass Aktie B immer dann steigt, wenn Aktie A ebenfalls steigt und dass Aktie B immer dann sinkt, wenn Aktie A ebenfalls sinkt. Außerdem fallen die Ausschläge immer in einem festen Verhältnis zueinander aus. Wie stark dabei die Ausschläge von Aktie B im Verhältnis zu Aktie A sind (also ob sich Aktie B stärker, schwächer oder genauso stark bewegt wie Aktie A) gibt der sogenannte Beta-Faktor an. Liegt der Korrelationskoeffizient bei +1 und der Beta-Faktor beispielsweise bei 1,5, so bewegt sich Aktie B immer 1,5 mal so stark wie Aktie A, und zwar in die gleiche Richtung.

Bei einem Korrelationskoeffizienten von -1 bewegen sich Aktie A und Aktie B immer gegensätzlich: Steigt Aktie A, dann sinkt Aktie B und zwar ebenfalls in einem konstanten Verhältnis, das durch den Beta-Faktor angegeben wird.

Liegt der Korrelationskoeffizient bei 0,8, so gehen die Kursausschläge von Aktie A und Aktie B immer noch überwiegend in die gleiche Richtung. Dies ist aber nicht mehr immer der Fall bzw. nicht mehr in einem konstanten Verhältnis. Es gibt also Faktoren, auf die Aktie A und Aktie B unterschiedlich reagieren.

Bei einem Korrelationskoeffizienten von 0 erfolgen die Bewegungen der Aktie B völlig unabhängig von den Ausschlägen der Aktie A. In der Realität sind ähnliche Finanzinstrumente meist stark miteinander korreliert, haben also einen hohen Korrelationskoeffizienten. Werte von +1 oder -1 treten trotzdem nicht auf, weil sich die Kursentwicklungen nie völlig entsprechen.

Die Korrelation spielt eine wichtige Rolle bei der Risikobewertung von Wertpapierpositionen. Sind in einem Depot verschiedene Aktien stark miteinander korreliert (man spricht dann auch von einem sogenannten "Klumpenrisiko"), so ist das Risiko eines starken Wertverlustes viel größer als bei einer nur schwach ausgeprägten Korrelation. Eine geringe Korrelation zwischen verschiedenen Wertpapierpositionen bedeutet also eine gute Diversifikation.