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KORREKTUR: Dürr senkt wegen Lieferkettenproblemen Margenprognose

(In der Meldung vom 02.05.2022, 18.51 Uhr, wurde im letzten Satz des 3. Absatzes korrigiert: "mehr als verdreifacht.")

BIETIGHEIM-BISSINGEN (dpa-AFX) - Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr <DE0005565204> senkt wegen der anhaltenden Lieferkettenprobleme seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr. Für 2022 erwartet der Vorstand nun eine operative Marge (Ebit) vor Sondereffekten von 5,0 bis 6,5 Prozent, anstelle der bisher angestrebten 6,5 bis 7,5 Prozent, teilte das Unternehmen am Montag in Bietigheim-Bissingen mit. Angesichts der fortgesetzten Inflation, der neuerlichen Lockdowns in China und der unsicheren geopolitischen Lage werde keine signifikante Verbesserung der Lieferkettensituation bis Ende 2022 erwartet. Die frühere Prognose habe dies jedoch im zweiten Halbjahr unterstellt. Das Mittelfristziel einer bereinigten Ebit-Marge von mindestens acht Prozent 2023 oder 2024, bestätigte Dürr.

Im ersten Quartal betrug die bereinigte Ebit-Marge vorläufigen Zahlen zufolge 4,9 Prozent, eine Verbesserung von 1,2 Prozentpunkten. Im zweiten Quartal dürften die Lockdowns in China Umsatz und Ergebnis vorübergehend beeinträchtigen. Die Prognose für Auftragseingang, Umsatz und Free Cashflow im Gesamtjahr 2022 bleibe unverändert, hieß es weiter. Die Aktie verlor auf der Handelsplattform Tradegate nach den Neuigkeiten knapp ein Prozent.

Im ersten Quartal stieg der Auftragseingang um mehr als ein Drittel auf 1,4 Milliarden Euro. Der Zielkorridor von 4,1 Milliarden bis 4,4 Milliarden Euro für 2022 erscheine weiterhin gut erreichbar, so Dürr. Der Umsatz nahm um 14,7 Prozent auf 905,7 Millionen Euro zu. Für das Gesamtjahr 2022 sei trotz der temporären Beeinträchtigungen in China mit weiteren Zuwächsen und dem Erreichen des Umsatzziels von 3,9 bis 4,2 Milliarden Euro zu rechnen. Das Ergebnis nach Steuern wurde im Quartal mit gut 27 Millionen Euro mehr als verdreifacht.

Für 2023 erwartet das Management aktuell eine deutliche Margenverbesserung. Dafür sprächen das hohe Niveau von Auftragseingang und Auftragsbestand, die durchgeführten Preisanpassungen sowie die Margenqualität im Auftragsbestand, wie Dürr weiter mitteilte. Details für das erste Quartal will Dürr am 10. Mai veröffentlichen.

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