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Kopf-an-Kopf-Rennen bei Bundestagswahl mit leichtem Vorteil für die SPD

·Lesedauer: 3 Min.

Bei der Bundestagswahl gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU/CSU. Nach am Sonntagabend veröffentlichten Hochrechnungen lag die SPD bei der ARD mit 24,9 Prozent äußerst knapp vor der CDU/CSU mit 24,7 Prozent. In der ZDF-Hochrechnung führte die SPD etwas deutlicher mit 25,6 Prozent vor der CDU/CSU mit 24,4 Prozent. Die Grünen folgten dahinter mit 14,8 Prozent bei der ARD und 14,7 Prozent beim ZDF.

Wie aus den Zahlen des Instituts Infratest dimap in der ARD und der Forschungsgruppe Wahlen im ZDF weiter hervorging, erzielte die FDP zwischen 11,2 und 11,6 Prozent. Die AfD kam auf 10,3 bis 11,3 Prozent. Die Linke lag in beiden Hochrechnungen bei fünf Prozent und muss somit um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen.

Der in Schleswig-Holstein beheimatete Südschleswigsche Wählerverband (SSW) schaffte laut der ARD-Hochrechnung nach über 60 Jahren erneut den Einzug in den Bundestag. Demnach erhält die Partei der nationalen Minderheiten der Dänen und Friesen, für die die Fünf-Prozent-Hürde nicht gilt, einen Sitz.

Die Zahlen basieren auf Nachwahlbefragungen. Unsicherheiten gab es vor allem wegen der hohen Briefwahlzahlen. Die Wahlbeteiligung gab Infratest dimap mit 76 Prozent an, etwa in der gleichen Größenordnung wie vor vier Jahren. Die Forschungsgruppe Wahlen schätzte die Beteiligung mit 78 Prozent.

Für die CDU/CSU wäre es in beiden Fällen ihr historisch schlechtestes Ergebnis, für die Grünen jeweils ihr historisch bestes. SPD und Grüne würden jeweils mehr als vier bis fünf Prozentpunkte zulegen, die CDU/CSU um mehr als acht Prozentpunkte im Vergleich zu 2017 abstürzen.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sprach ungeachtet der zunächst unübersichtlichen Lage von einem "Regierungsauftrag für die SPD". Dies sei "ganz klar", sagte er im ZDF. "Olaf Scholz soll Kanzler werden", hob er weiter hervor.

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet kündigte dagegen an, er wolle eine Regierung "unter Führung der Union" bilden. "Jetzt kann man noch nicht sehen, wer die Nase vorne haben wird", betonte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak. Er äußerte die Hoffnung auf eine Koalition aus Union, Grünen und FDP.

Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner äußerte sich enttäuscht. "Wir haben zwar deutlich zugelegt, aber es fällt mir schwer, sich über dieses Zulegen zu freuen, denn es liegt deutlich hinter den Erwartungen."

FDP-Generalsekretär Volker Wissing äußerte sich mit Blick auf die Regierungsbildung zurückhaltend: "Heute ist nicht der Zeitpunkt, über Koalitionen zu sprechen." Er zeigte sich aber erfreut über das Ergebnis der FDP und sprach auch von einer Absage an Rot-Rot-Grün. Dieses Ergebnis hob auch CSU-Generalsekretär Markus Blume hervor.

Rechnerisch möglich wären den ersten Berechnungen zufolge auf jeden Fall ein Bündnis von SPD, Grünen und FDP sowie von CDU/CSU, Grünen und FDP. Voraussichtlich würde es auch für eine Neuauflage des Zweierbündnisses von Union und SPD reichen, wenn auch möglicherweise mit umgekehrten Vorzeichen. Dagegen wäre eine Mehrheit für ein Bündnis von SPD, Grünen und Linkspartei fraglich.

Linken-Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow äußerte sich enttäuscht. Von einem "soliden Ergebnis" sprach AfD-Parteichef Tino Chrupalla.

bk/cne

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