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Konzernsteuern: Ein Entlastungsprogramm für Deutschlands Konzerne

·Lesedauer: 1 Min.

Neue Berechnungen zeigen: Dax-Unternehmen zahlen halb so viele Steuern auf ihre Gewinne wie in den Achtzigern. Die Bundesregierungen förderten diese Entwicklung.

Das ist der dritte Teil der Serie "Oben und unten" aus unserem Ressort X. Bis zur Bundestagswahl veröffentlichen wir jede Woche eine Grafik, die auf einen Blick zeigt, wie sich die ökonomische Ungleichheit in Deutschland entwickelt hat.

Wenn Konzerne wie VW, die Allianz oder adidas Gewinne machen, müssen sie einen Teil davon an den Staat abgeben. Der Begründung dafür ist simpel: Auch sie profitieren von staatlicher Infrastruktur, von gut ausgebauten Straßen, teurer Grundlagenforschung an Universitäten und einem funktionierenden Rechtsstaat. Also sollen sie all das auch mitfinanzieren. Und auf jeden Euro, den sie Gewinn machen, Steuern entrichten.

Tatsächlich aber zahlen die Konzerne – gemessen an ihrem Gewinn – immer weniger Steuern. "Die Konzernsteuerquote der Dax-Unternehmen hat sich in den vergangenen 30 Jahren halbiert", sagt der Steuerexperte Christoph Spengel von der Universität Mannheim, der die Zahlen mit seinem Team exklusiv für ZEIT ONLINE berechnet hat. So lag die Konzernsteuerquote der dreißig größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland 1988 im Schnitt noch bei 52,1 Prozent. 2020 war es mit 25,7 Prozent noch rund ein Viertel. Die Konzernsteuerquote gibt an, wie viel Steuern die Konzerne auf ihren globalen Gewinn zahlen. Berücksichtigt werden dabei die weltweit gezahlten Gewinnsteuern, in Deutschland sind das vor allem die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer.

Drücken die Konzerne sich also um ihren Beitrag zur Finanzierung des Staates, etwa, indem sie Gewinne in Steueroasen verlagern? So einfach ist es nicht. Natürlich, sagt Christoph Spengel, werde hier und da getrickst, vor allem indem Gewinne und Aktivitäten in Niedrigsteuerländer verlagert werden. "Eine besonders aggressive oder zunehmende Steuervermeidung der Konzerne können wir aus den Daten aber nicht herauslesen." Stattdessen sei die Entwicklung vor allem das Ergebnis politischer Entscheidungen. "Die Konzerne wurden in den vergangenen 30 Jahren massiv entlastet. Davon profitieren vor allem die Aktionäre."

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