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Kohle-Importeure beklagen ein Logistik-Problem

BERLIN (dpa-AFX) - Deutschlands Kohle-Importeure haben ein Logistik-Problem. Die Seehäfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen seien "voll ausgelastet und liefen am Limit", heißt es in einer Mitteilung des Vereins der Kohlenimporteure am Mittwoch in Berlin. Auch beim Transport der Kohle per Schiff oder Bahn zu den Kraftwerken komme es wegen des hohen Personalmangels zu Engpässen. Eine Perspektive zur Ertüchtigung der Seehäfen und der Binnenlogistik sei nötig.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und des drohenden Stopps von Gaslieferungen aus Russland kommt der Kohle als Energieträger derzeit eine besondere Bedeutung zu. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Alexander Bethe, zeigte sich zuversichtlich, diese neue Rolle meistern zu können. "Auf die Ankündigung der Bundesregierung, Kohlekraftwerke wegen der Gasknappheit stärker laufen zu lassen, sind wir gut vorbereitet", erklärte der Branchenvertreter.

Mit Blick auf das ab August geltende EU-Embargo auf russische Kohle zeigte er sich zuversichtlich, dass der sehr hohe Anteil von 50 Prozent russischer Kohle am Gesamtimport ersetzt werden könne. Test-Programme neuer Kohlesorten aus Südafrika, Australien, den USA, Kolumbien und Indonesien seien im vollen Gange. "Die Kohlekraftwerke werden bereits in den Sommermonaten die Versorgungssicherheit in der Stromproduktion gewährleisten, damit mit dem vorhandenen Gas eine Gasreserve für den kommenden Winter angelegt werden kann", so Bethe.

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