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Deutschland überschreitet Marke von einer Million Corona-Infektionen

·Lesedauer: 2 Min.
Corona-Teststation in Potsdam

In Deutschland ist die Marke von einer Million Corona-Infektionen überschritten worden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag zudem mit 426 eine Rekordzahl an neuen Todesfällen innerhalb eines Tages, auch die Zahl der Neuinfektionen bleibt mit 22.806 hoch.

Insgesamt wurden laut RKI vom Beginn der Pandemie bis Freitag 1.006.394 Corona-Infektionen in Deutschland bekannt. Das ist etwa eine Verdopplung innerhalb von vier Wochen. Insgesamt 15.586 der Infizierten starben.

Binnen 24 Stunden kamen 22.806 neue Ansteckungsfälle hinzu, nur geringfügig weniger als vor einer Woche. 3854 Infizierte waren am Freitag in intensivmedizinischer Behandlung, mehr als zehnmal so viele wie Anfang Oktober. Davon wurden 2301 invasiv beatmet.

Der sogenannte Inzidenzwert der Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohnern lag am Freitag bundesweit bei 136 und damit weiterhin massiv über dem als kritisch geltenden Grenzwert von 50. Am höchsten waren die Werte in Sachsen mit 201 und in Berlin mit 193, gefolgt von Bayern mit 172. Unter der 50er-Grenze liegen nur Mecklenburg-Vorpommern mit 47 und Schleswig-Holstein mit 48.

Das Bundesland mit den seit Jahresbeginn meisten bestätigten Corona-Fälle ist Nordrhein-Westfalen, dort wurden mehr als 250.000 Infektionen nachgewiesen. Es ist auch das bevölkerungsreichste Bundesland. Dahinter folgen Bayern mit knapp 198.000 Fällen und Baden-Württemberg mit fast 143.000 Ansteckungen.

Das RKI stufte unterdessen ganz Portugal als Corona-Risikogebiet ein. Lediglich die Insel Madeira bleibt ausgenommen. Auch die Region Westgriechenland wurde als Risikogebiet eingestuft, in dem Mittelmeerland aber zugleich die Region Peloponnes wieder von der Liste gestrichen.

In Estland gilt nun auch die Region Tartu als Risikogebiet, in Irland wurde die Einstufung für die Regionen Midlands, South-West und West dagegen nun ebenfalls zurückgenommen. Für Menschen, die aus den aufgelisteten Gebieten nach Deutschland einreisen, gilt eine Quarantänepflicht.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) äußerte sich besorgt über eine noch relativ niedrige Impfbereitschaft im Kampf gegen das Coronavirus. "Das ist ein Problem", sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens am Freitag den Sendern RTL und ntv. "Deshalb müssen wir auch versuchen, das Vertrauen zu gewinnen, dass sich eben einfach mehr Menschen impfen lassen."

Mertens kritisierte Vorurteile gegenüber den zu erwartenden Impfstoffen, "die so nicht stimmen". "Unsinn" sei etwa die Behauptung, beim Impfen werde eine genetische Veränderung an den Geimpften vorgenommen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will laut einem Bericht des Portals "The Pioneer" für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen auch ohne Symptome verstärkt Corona-Schnelltests zum Einsatz bringen. Demnach sei das Ziel, insbesondere Menschen zu testen, bei denen es noch keine Symptome gebe, "bei denen aber dennoch eine Infektion naheliegend erscheint" oder eine hohe Infektionsgefahr gegeben erscheint.

bk/cne