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Klopp wütet nach Niederlage: "Fast schon ein Verbrechen"

SPORT1
·Lesedauer: 3 Min.

Jürgen Klopp zeigte nach seiner krachenden Poker-Pleite keine Reue. "Ich würde es wieder tun", sagte der Teammanager des FC Liverpool nach der unnötigen 0:2-Niederlage seiner B-Elf in der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Klopps Gelassenheit hat gute Gründe: Er hatte keine andere Wahl. (Service: Tabellen der Champions League)

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Dem deutschen Trainer des englischen Meisters fehlten verletzungsbedingt eine Reihe von Defensiv-Akteuren. Zudem muss er aufgrund des eng getakteten Spielplans seinen Spielern die benötigten Pausen geben.

Kritik an den geringen Zeitabständen zwischen den einzelnen Spielen äußerte Klopp bereits mehrfach, nach der Niederlage gegen Atalanta legte er nach: "Ihr wollt, dass wir am Samstag um 12.30 Uhr (Anm d. Red. 13.30 Uhr MEZ) schon wieder spielen. Um ehrlich zu sein, das ist fast schon ein Verbrechen", erklärte er bei BT Sport.

Drei Teenager in Liverpool-Startelf gegen Atalanta

Mit Curtis Jones, Neco Williams und Rhys Williams standen drei Teenager in der Startelf, zwei davon als Teil der Viererkette. Doch auch in der Offensive zeigten sich die Stars um Sadio Mané äußerst harmlos. Zum ersten Mal seit detaillierter Opta-Datenerfassung gab Liverpool in einem Heimspiel in der Champions League nicht einen einzigen Torschuss auf das gegnerische Gehäuse ab.

Zudem war es die erste Heimniederlage Liverpools unter Klopp mit mehr als einem Tor Abstand (nach 90 Minuten).

"Eine verdiente Niederlage in einem schwierigen Spiel. Wir haben kein Problem, das einzugestehen", erklärte Klopp und gab einen Einblick ins Innere des Teams: "Die Jungs sind frustriert und enttäuscht, doch dafür haben ehrlicherweise keine Zeit. Es geht darum, sich zu erholen und dann geht es weiter."

Bekommt Klopp Endspiel in Dortmund?

Im schlimmsten Fall droht droht den Reds nun ein echtes Endspiel in Dortmund. Dortmund? Liverpools Gruppenfinale am 9. Dezember beim dänischen Meister FC Midtjylland muss wegen der Corona-Situation vor Ort womöglich verlegt werden. Der Signal Iduna Park, zwischen 2008 und 2015 die Heimat von BVB-Coach Klopp, ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge erster Ersatzkandidat.

"Wie es aktuell aussieht, kann das Spiel in Herning stattfinden", sagte ein Sprecher des dänischen Klubs vor einigen Tagen, aber: Wegen der großen Herausforderungen sei noch nicht ausgeschlossen, dass doch ein Ausweichort "in Betracht gezogen" werde.

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Hintergrund: Klopp und Co. müssten nach der Rückkehr aus Dänemark entsprechend der aktuellen britischen Auflagen in eine 14-tägige Quarantäne. Im fraglichen Zeitraum sieht der Kalender für die Reds drei Ligaspiele vor - Verlegung ausgeschlossen.

Gosens & Co. von italienischen Medien gefeiert

Liverpool führt seine Gruppe mit neun Punkten vor Atalanta mit Torschütze Robin Gosens und Ajax Amsterdam (beide sieben) an. Ein Punkt gegen die Niederländer am Dienstag würde schon für den Einzug ins Achtelfinale reichen.

"Ajax wird eine Herausforderung - eine mehr zu all jenen, denen wir in diesem Land begegnen", sagte Klopp: "Aber ich denke jetzt nicht an Ajax, sorry. In ein paar Stunden müssen wir nach Brighton." Wegen des Premier-League-Spiels zum ungeliebten Mittagstermin am Samstag hatte Klopp gegen Bergamo den ein oder anderen Star geschont. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

Das rächte sich auch deshalb, weil Gosens und Co. ein "Meisterwerk im Fußballtempel" aufführten, wie die Gazzetta dello Sport schwärmte. Trainer Gian Piero Gasperini sprach vom "schönsten Sieg in Atalantas Geschichte". Die englischen Medien sahen hingegen einen "tristen" Auftritt (Mirror) und eine italienische Mannschaft, die die "Schüchternheit Liverpools" ausgenutzt hat (The Telegraph).

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)