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Klimakrise und Ukraine-Krieg: Somalia steht vor Hungerkatastrophe

GENF/NEW YORK (dpa-AFX) - Somalia steht nach UN-Angaben an der Schwelle zu einer Hungerkatastrophe. In der vierten Regenzeit in Folge habe es in dem nordostafrikanischen Land nicht genug geregnet, sagte Etienne Peterschmitt, der Vertreter der UN-Agrarorganisation FAO, am Dienstag per Videoschalte aus Mogadischu zu Journalisten in Genf. Die Ernten seien praktisch ausgefallen. Es habe je nach Region 40 bis 70 Prozent weniger geregnet als üblich. Die Preise für Nahrungsmittel seien drastisch gestiegen und die nötigen Mittel für humanitäre Hilfe seien bislang nicht zusammengekommen. "Hunderttausenden Somaliern drohen Hunger und Tod", sagte Peterschmitt.

Rund 7,1 Millionen Menschen - das sind etwa 45 Prozent der Einwohner

- hätten Probleme, genügend Essen für ihre Familien zu besorgen. Seit

Mitte April sei die Zahl der am schwersten Betroffenen um 160 Prozent auf 213 000 gestiegen. Ihnen drohe der Hungertod. Seit Mitte 2021 seien rund drei Millionen Tiere wegen der Dürre und Krankheiten verendet.

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