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Klimaklage in Norwegen kommt im November vor Oberstes Gericht

OSLO (dpa-AFX) - Die von Greenpeace und weiteren Umweltschützern eingereichte Klage gegen Ölbohrungen in der Arktis kommt in Norwegen Ende des Jahres vor den Obersten Gerichtshof. Das Gericht wird sich ab dem 4. November an insgesamt sieben Anhörungstagen mit der Klimaklage befassen, wie die Klägerparteien am Dienstag mitteilten.

Man glaube daran, dass die Richter zustimmen werden, dass neue Ölbohrungen in der fragilen Arktis einen Verstoß gegen die norwegische Verfassung darstellten, erklärte der Leiter von Greenpeace Norwegen, Frode Pleym. "Die Entscheidung des Obersten Gerichts wird entweder fatale oder fantastische Konsequenzen für unsere Zukunft haben", teilte Therese Hugstmyr Woie von der norwegischen Umweltschutzorganisation Natur & Jugend mit.

Greenpeace, Natur & Jugend und zwei Unterstützerorganisationen werfen dem norwegischen Staat vor, mit der Zulassung von Ölbohrungen in der arktischen Barentssee das Klimaschutzabkommen von Paris verletzt zu haben. Zudem verstoße Norwegen mit dem Entschluss gegen seine Verfassung, die den künftigen Generationen eine gesunde und sichere Umwelt garantiere.

Norwegen hatte 2016 erstmals seit 20 Jahren neue Ölbohrungen gestattet - nach Angaben von Greenpeace fast zeitgleich mit der norwegischen Ratifizierung des Weltklimaabkommens. Die Umweltschützer erhoffen sich von dem Verfahren letztlich einen Präzedenzfall für künftige Klimaklagen. Ihre Ende 2016 erstmals eingereichte Klage war allerdings bereits vor zwei norwegischen Gerichten gescheitert.