Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.150,03
    +17,18 (+0,11%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.178,01
    +4,03 (+0,10%)
     
  • Dow Jones 30

    33.978,08
    +28,67 (+0,08%)
     
  • Gold

    1.943,90
    -2,80 (-0,14%)
     
  • EUR/USD

    1,0874
    -0,0018 (-0,16%)
     
  • BTC-EUR

    21.481,88
    +79,80 (+0,37%)
     
  • CMC Crypto 200

    526,66
    +9,65 (+1,87%)
     
  • Öl (Brent)

    79,38
    -1,63 (-2,01%)
     
  • MDAX

    29.075,86
    +285,46 (+0,99%)
     
  • TecDAX

    3.203,45
    -0,19 (-0,01%)
     
  • SDAX

    13.303,15
    +69,75 (+0,53%)
     
  • Nikkei 225

    27.382,56
    +19,81 (+0,07%)
     
  • FTSE 100

    7.765,15
    +4,04 (+0,05%)
     
  • CAC 40

    7.097,21
    +1,22 (+0,02%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.621,71
    +109,30 (+0,95%)
     

Klicken statt Coden: Startup aus Berlin bekommt Millionen für seine No-Code-Plattform

Die Berliner Thilo Hüllmann (v.l.) und Gero Keil wollen mit ihrem Startup Levity IT-Wissen demokratisieren. - Copyright: Levity
Die Berliner Thilo Hüllmann (v.l.) und Gero Keil wollen mit ihrem Startup Levity IT-Wissen demokratisieren. - Copyright: Levity

Zu wenige IT-Fachkräfte und kein Budget – das Digitalisierungsproblem mittelständischer Unternehmen in Deutschland ist ein leidiges Thema, das das Berliner Startup Levity mit einer erschwinglichen KI nach dem Baukasten-Prinzip lösen will. Die beiden Berliner Gero Keil und Thilo Hüllmann haben ein Tool entwickelt, mit dem sich Arbeitsabläufe in jedem Betrieb leicht automatisieren lassen – ohne, dass Mitarbeiter dafür IT-Profis sein müssen. Dafür haben sie in ihrer Seed-Finanzierung 8,3 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 8,5 Millionen Euro, bei großen Investoren eingesammelt.

Angeführt wird die Runde vom europäischen VC Balderton Capital und dem gleichnamigen Fonds des Londoner Solo-Investors Mike Chalfen. Als Business Angels beteiligten sich zudem Scott Belsky, Gründer der IT-Plattform Behance, die zu Adobe gehört, sowie Intercom-Mitgründer Des Traynor und Kevin Gidney. Sie beide sind KI-Manager beim US-Unternehmen DocuSign. Auch die Bestandsinvestoren Angular Ventures und SystemOne erhöhten ihren Einsatz erneut.

Mit dem Geld wollen die Gründer ihr Produkt, das zurzeit noch in der Beta-Phase steckt, für die Marktreife weiterentwickeln. Außerdem suchen die Berliner Verstärkung für ihr Team. Bislang können Unternehmen Levity über einen kostenlosen Testzugang nutzen. Das Startup gibt an, mehr als 3,2 Millionen Geschäftsprozesse automatisiert zu haben.

Levity macht IT für Anfänger

Das Startup verfolgt den No-Code-Ansatz: Nutzer können in einer grafischen Umgebung durch einfaches Klicken und Ziehen vorgefertigte Templates bewegen, statt über Programmierzeilen Befehle auszuführen. Dazu kombiniert Levity verschiedene Technologien wie natürliche Sprachverarbeitung und Computer Vision, womit Fotos digital bearbeitet und inhaltlich analysiert werden können.

Dadurch ist es möglich, die Plattform auf verschiedene, unstrukturierte Datentypen wie Bilder, Texte und Dokumente anzuwenden. Nutzer können etwa Produkte kategorisieren, E-Mails und Anhänge automatisch weiterleiten und Kundenanfragen sowie Aufträge nach Arbeitsbereichen und Standorten sortieren.

Die Gründer wollen damit Kunden aus Branchen wie Mode, Immobilien, Schifffahrt, Marketing, Wissenschaft und sozialen Medien ansprechen. Dazu CEO Gero Keil: "Es gibt viele Unternehmen, die bei KI und Automatisierung völlig außen vor bleiben und keinerlei Zugang zu dieser wichtigen Technologie haben. Denn große Firmen und Tech-Teams entwickeln vornehmlich KI-Tools für technische Endnutzer, die für die meisten unerreichbar sind." Die künftigen Preise für Levity richten sich laut Startup nach Prozessvolumen und den Anliegen der Kunden und fangen ab 200 US-Dollar monatlich an.