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Kleines Nickerchen gefällig? Der Grund dafür könnte in deiner DNA liegen

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·Lesedauer: 2 Min.

Wenn Sie zu dem Typ Mensch gehören, der gerne ein kleines Nickerchen am Nachmittag macht, können Sie nichts dafür – denn dahinter steckt möglicherweise Ihre DNA. Forscher des Massachusetts General Hospital (MGH) haben mehrere Genregionen gefunden, die mit der Vorliebe für ein Schläfchen zwischendurch in Zusammenhang zu stehen scheinen.

Frau und Hund machen ein Nickerchen
Erwachsene brauchen keinen Mittagschlaf mehr... oder doch? (Bild: Getty Images)

Für die Studie, die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde, nutzten sie Daten aus der UK Biobank, die genetische Informationen von 452.633 Personen enthält. Die Forscher erklären, dass manche Frühaufsteher den Schlaf mit einem Nickerchen „nachholen“ könnten, während andere aufgrund von Schlafstörungen eines gebrauchen können – und wieder andere benötigen vielleicht einfach grundsätzlich mehr Schlaf.

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Hassan Saeed Dashti von der Harvard Medical School sagte, dass Nickerchen „etwas umstritten“ seien und dass es schwierig sei, sie von der jeweiligen Kultur zu trennen. Ein Beispiel dafür ist Spanien: Früher waren sie im Form der Siesta Teil der Kultur, heute wird davon abgeraten. „Es war wichtig zu versuchen, die biologischen Prozesse zu entschlüsseln, die dazu beitragen, dass wir Nickerchen machen“, schrieb er.

So lief die Studie ab

Die Teilnehmer der Studie trugen Fitnessband-ähnliche Beschleunigungsmesser, um ihre Aktivität zu überwachen. Außerdem füllten sie Fragebögen darüber aus, ob sie „selten“, „manchmal“ oder „meistens“ ein Schläfchen machten. Die Forscher führten eine genomweite Assoziationsstudie (GWAS) durch, die ein schnelles Scannen kompletter DNA-Sätze oder Genome einer großen Anzahl von Menschen umfasst.

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Eine große Anzahl der Gene in der Nähe oder in Regionen, die durch die GWAS identifiziert wurden, sind bereits dafür bekannt, dass sie eine Rolle beim Schlaf spielen. So wurde z. B. für KSR2 bereits festgestellt, dass es für die Schlafregulation wichtig ist. Mehrere Genvarianten, die mit dem Nickerchen in Verbindung stehen, wurden bereits mit dem Neuropeptid Orexin assoziiert, das eine Rolle beim Wachzustand spielt.

Iyas Daghlas, Medizinstudent an der Harvard Medical School, sagte: „Dieser Signalweg ist dafür bekannt, dass er bei seltenen Schlafstörungen wie Narkolepsie eine Rolle spielt. Allerdings zeigen unsere Ergebnisse, dass kleinere Störungen in diesem Signalweg möglicherweise die Ursache dafür sind, dass manche Menschen mehr Schlafpausen machen als andere.“ Dashti erläutert: „Das zeigt uns, dass das Nickerchen tagsüber biologisch bedingt und nicht nur eine Entscheidung der Umwelt oder des Verhaltens ist.“ „Zukünftige Untersuchungen könnten dabei helfen, personalisierte Empfehlungen für das Nachmittags-Schläfchen zu entwickeln.“

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