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KI im Job: Diese Kenntnisse machen euch unersetzlich, laut einem Personalexperten

Rund die Hälfte der Top-Manager befürchten einen Jobverlust durch künstliche Intelligenz (KI), wie eine Studie von EY zeigt. - Copyright: Getty Images / Manuel Huhmann
Rund die Hälfte der Top-Manager befürchten einen Jobverlust durch künstliche Intelligenz (KI), wie eine Studie von EY zeigt. - Copyright: Getty Images / Manuel Huhmann

Die Einflüsse künstlicher Intelligenz (KI) auf den Arbeitsmarkt werden intensiv diskutiert. Laut einer Studie von Goldman Sachs könnte KI in Europa und den USA bis zu einem Viertel aller Arbeitsplätze ersetzen, mit globalen Schätzungen von bis zu 300 Millionen betroffenen Jobs.

Diese Vorhersagen lösen weltweit Besorgnis unter Arbeitnehmern aus. Nicht nur Fachkräfte, sondern auch hochbezahlte Führungskräfte fürchten um ihre Arbeitsplätze. Eine EY-Studie zeigt, dass fast die Hälfte der Top-Manager (46 Prozent) befürchtet, ihre Fähigkeiten könnten durch technischen Fortschritt überflüssig werden – im Vergleich zu 15 Prozent der qualifizierten und 13 Prozent der ungelernten Arbeitskräfte.

Trotz dieser düsteren Aussichten gibt es Hoffnung. Laut Manuel Huhmann, Personalberater und Gründer der Münchner HR-Firma BrainTalents, könnt ihr euch mit den richtigen Kenntnissen auf den KI-Wandel in der Arbeitswelt vorbereiten. Er sagt, dass Unternehmen an das Thema noch vorsichtig angehen. Dennoch seien sich viele Firmen „der zukünftigen Relevanz von KI bewusst“, wie er im Interview mit Business Insider erzählt.

Bewerber vernachlässigen häufig KI in ihrem Skillset

Der Personalexperte sieht einen wachsenden Bedarf beim Thema KI unter Job-Bewerbern. „Leider zeigt unsere Erfahrung, dass sich die Mehrheit der Bewerberinnen und Bewerber nicht umfassend auf die Integration von Künstlicher Intelligenz im Berufsleben vorbereitet“, erklärt er.

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Dieser Bedarf unterscheide sich nach Branche und Bereich. „Insbesondere in digitalen, textorientierten und kreativen Berufen wird KI bereits intensiv genutzt – für Recherchen, Analysen, Strategieentwicklung und Textoptimierung.“

Laut Huhmann beschäftigen sich viele Büromitarbeiter zu wenig mit KI. „Es scheint, als würde jeder das Thema KI momentan nach bestem Wissen und Gewissen für sich nutzen, jedoch bleibt das Engagement darüber hinaus eher gering.“ Die Fähigkeit, KI kritisch zu bewerten und kreativ einzusetzen, werde zunehmend zu einer Schlüsselkompetenz in nahezu allen Berufsfeldern. „Um den Herausforderungen und Chancen, die KI bietet, gerecht zu werden, ist eine gezielte Auseinandersetzung mit dieser Technologie unerlässlich.“

Huhmann empfiehlt, dass ihr eure analytischen und technischen Fähigkeiten weiterentwickelt

Fakt ist, dass vor allem generative KI – also Tools, die beispielsweise Text, Bilder oder Videos automatisch erzeugen – ein frisches Thema in der alltäglichen Arbeitswelt ist. Aus dem Grund findet Huhmann, dass Angestellte aus den eigenen Erfahrungen lernen können. „Learning by Doing ist hierbei ein Schlüsselansatz, da es viele Testversionen gibt, sowie Schulungen, die Best-Practice-Methoden einschließlich Datenschutz vermitteln“, sagt er. „Die Entwicklungen im Bereich der generativen KI eröffnen von Monat zu Monat immer mehr Möglichkeiten.“

Kann aber eine nähere Auseinandersetzung mit der Technologie dazu führen, eure Positionen „unersetzlich“ zu machen? Laut Huhmann ist die Antwort ganz klar ja. Er fordert zur Lernbereitschaft über Tools wie Chat GPT auf. Sonst drohe man im Beruf hinterherzuhinken: „Wer sich nicht für neue Technologien interessiert, läuft Gefahr, abgehängt zu werden.“

Doch welche Fähigkeiten solltet ihr erlernen? Der Experte rät dazu, die Funktionalität von KI zu verstehen. Dazu gehören vor allem eine Auseinandersetzung mit der Technik: „Fertigkeiten wie Programmierung, Textoptimierung und Recherche, Datenanalyse sowie Cybersicherheit sind Beispiele für technische Fähigkeiten, die in einer zukünftigen, von KI dominierten Welt benötigt werden.“

Laut Huhmann dient KI dazu, „die Arbeit effizienter zu gestalten und konkurrenzfähig zu bleiben.“ Dabei habe der gelungene Einsatz von KI im Arbeitsalltag folgende Voraussetzung: Weiterbildung. „Die Arbeitswelt erfährt insgesamt eine Aufwertung, und es ist wichtig, den Anschluss nicht zu verlieren.“