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KfW-Hilfskredite: 27,8 Milliarden Euro beantragt

Zwar hat die KfW fast alle beantragten Corona-Hilfskredite bereits bewilligt und ausgezahlt. Doch noch steht eine hohe Summe aus. Der Grund dafür: Die umfangreichsten Kredite werden deutlich länger geprüft.

Zwar hat die KfW fast alle beantragten Corona-Hilfskredite bereits bewilligt und ausgezahlt. Doch noch steht eine hohe Summe aus. Foto: dpa

Die staatliche KfW-Bank hat bislang Anträge auf Corona-Hilfskredite im Umfang von 27,8 Milliarden Euro erhalten, ausgezahlt wurden hingegen erst 9,3 Milliarden Euro. Diese Zahlen gehen aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagfraktion hervor, die der WirtschaftsWoche vorliegt. Von insgesamt 15.150 Anträgen sind allerdings bereits 14.926 bewilligt. Grund für die hohen ausstehenden Summen ist die längere Prüfungs- und Bearbeitungszeit für die wenigen umfangreichen Kredite. „Großvolumige Anträge sind noch zu bewilligen“, heißt es zur Begründung in der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums.

„Große Kredite bedürfen einer umfangreichen Prüfung, doch jetzt muss es bei vielen Unternehmen schnell gehen“, sagte der FDP-Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer der WirtschaftsWoche. „Ich rufe die Bundesministerien auf, nach der Prüfung durch die KfW zügig zu entscheiden.“

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