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"Blaue Flaggen, Michael!" Mazepin lässt Wolff toben

·Lesedauer: 6 Min.
"Blaue Flaggen, Michael!" Mazepin lässt Wolff toben
"Blaue Flaggen, Michael!" Mazepin lässt Wolff toben

Lewis Hamilton zeigte sich nach seinem 98. Karriere-Sieg in der Formel 1 überglücklich. Der Mercedes-Pilot sprach anschließend über den Kampf mit Red-Bull-Pilot Max Verstappen und bezeichnete sich selbst als "alten Hund".

Sein Teamchef Toto Wolff hatte nach dem Großen Preis von Spanien ebenfalls gute Laune - das war während des Rennens noch nicht unbedingt der Fall. Vor allem jene Runde, die Hamilton hinter Schumacher-Kollege Nikita Mazepin fahren musste, erzürnte den Österreicher so sehr, dass er sogar den Rennleiter anfunkte.

Solche Sorgen um entscheidende Sekunden im Kampf um den Sieg hätte Sebastian Vettel nur zu gerne. Für den viermaligen Weltmeister spiegeln die schwachen Platzierungen aktuell das Niveau von Aston Martin wieder. Haas-Pilot Mick Schumacher berichtete derweil von einer Schrecksekunde.

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SPORT1 fasst die Stimmen zum Rennen in Barcelona von Sky, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 1:

"Ich wüsste nicht, was heute besser hätte laufen können. Was für ein großartiger Job von allen! Ich wusste, ich konnte meinem Team in Sachen Strategie blind vertrauen. Wir haben sehr viel gegrübelt über verschiedene Strategien, aber so lange wir auch darüber nachdachten, merkten wir: Eine Einstoppstrategie wird extrem schwierig, weil das die Reifen einfach nicht mitmachen. Der Start war nicht optimal, das müssen wir uns nochmals ansehen. Aber als wir auf Rang 2 lagen, stellten wir uns sofort darauf ein, was wir ohnehin machen wollten - zwei Stopps."

... über das Duell mit Verstappen: "Ich liebe diesen Kampf mit Max und mit Red Bull. Ich habe heute sehr viel über Max gelernt, als ich ihm folgte. Was genau möchte ich eigentlich nicht vertiefen! Nein, es geht einfach über Feinheiten seines Fahrstils und auch darüber, wie sich sein Auto verhält."

... über seine Fitness als 36-Jähriger: "Ja, da ist offenbar noch Leben im alten Hund. Ich glaube, ich war in meinem Leben noch nie so darauf bedacht, mich gesund zu ernähren und ideal zu trainieren. Ich lerne da ständig hinzu. Ergebnis – ich fühle mich fabelhaft."

Max Verstappen (Red Bull), Platz 2:

"Ich habe es irgendwie kommen gesehen. Gegen Ende mit dem Soft war er schneller. Wir konnten nicht viel machen. Als sie zum zweiten Stopp kamen, war es vorbei. Ich hatte Probleme mit den Reifen, wie man sehen konnte. Ich war im Grunde leichte Beute."

... zur Red-Bull-Strategie: "Aus meiner Sicht haben wir nichts falsch gemacht, ich erkenne keine Strategie, mit welcher wir das hätten drehen können. Du möchtest mit den Autos hinten dran nicht in den Verkehr kommen. Ich habe alles versucht, was ich konnte."

... über den Vergleich mit Mercedes: "Es zeigt, dass wir nicht da sind, wo wir hinwollen. Wir müssen pushen und weiter aufholen, denn wir sind immer noch langsamer im Moment. Aber im Vergleich zum letzten Jahr war es ein deutlicher Sprung nach vorne."

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Valtteri Bottas (Mercedes), Platz 3:

"Es machte es schwierig, dass ich den Platz an Charles nach dem Start direkt verloren habe. Ich hing dann hinter ihm fest, was das Rennen etwas kaputt machte. Bisschen schade, aber zumindest bin ich auf das Podium gekommen. Das Team hat gute Punkte gemacht."

... zur leichten Blockade von Teamkollege Hamilton: "Ich hätte ihn definitiv früher vorbeilassen können. Aber ich fuhr mein eigenes Rennen, daran muss man auch immer denken und ich versuchte, Charles (Leclerc, Anm. d. Red.) aus dem Boxenfenster zu kriegen, um noch einmal stoppen und die schnellste Runde jagen zu können. Sie sagten mir, dass ich ihn nicht zu sehr aufhalten sollte. Aber wie ich sagte, fuhr ich auch mein Rennen. Ich bin nicht hier, um Leute vorbeizulassen. Ich bin hier, um Rennen zu fahren."

Sebastian Vettel (Aston Martin), Platz 13:

"Was den ersten Stopp angeht, war ich etwas verloren, weil dieser etwas langsam war. Und beim zweiten Stopp bin ich dann hinter Kimi Räikkönen gefallen, was nicht ideal war. Ich denke, da habe ich mir die Reifen kaputtgefahren und hinten raus war ich dann nicht schnell genug."

... über den Leistungsstand von Aston Martin: "Natürlich bin ich nicht zufrieden mit dem 13. Platz. Ziemlich genau da, wo wir ins Ziel gekommen sind, stehen wir momentan auch. Wir tun uns schwer, einen Schritt nach vorne zu machen, aber wir haben ja noch ein paar Rennen."

... über Möglichkeiten im Rennen: "Ich denke, wir hätten vielleicht von der Strategie her etwas anders unterwegs sein können, aber ich muss mir das erst anschauen, bevor ich mir da ein Urteil bilde."

Mick Schumacher (Haas), Platz 18:

"Es war ein schwierigeres Rennen, als erwartet. Die erste Runde war sehr gut, wir waren sofort gut dabei und waren an beiden Williams vorbei. Wir haben viel gelernt, die Zielflagge gesehen und das ist das Wichtigste."

... über seine Schrecksekunde in der Box: "Es ist auch frustrierend, weil der Boxenstopp uns allen ein wenig Schrecken eingejagt hat. Das müssen wir analysieren, was dort passiert ist. Aber Hauptsache ist, es geht den Jungs gut. Es scheint, als ob ich schneller reingefahren bin, aber nicht großartig schneller als im Freien Training. Dann hatte ich ein stehendes Rad und dadurch hält es natürlich auch nicht schneller an."

Toto Wolff (Mercedes-Teamchef):

"Wir haben schon im ersten Stint gesehen, dass wir relativ knapp dranbleiben konnten und der Reifen von Max früher abgebaut hatte. Wie wir dann einen Stopp gemacht haben, musste er natürlich auch Gas geben und damit hat er den Reifen nur noch mehr umgefahren. Und deswegen hat es dann am Ende einfach ausgesehen - war es aber nicht, weil die Entscheidung war eine knappe."

... über das Duell mit Red Bull: "Es ist ein Kampf der Giganten. Ich habe das Gefühl, dass wir am Samstag noch nicht die Pace haben, die wir haben sollten. Aber am Sonntag scheinen wir schneller zu sein."

... am Funk in Richtung Rennleiter Michael Masi wegen Mazepin: "Michael, blaue Flaggen! Michael, der Kerl kostet uns noch die Position."

... über die Szene, in der Mazepin ihn so ärgerte: "Man muss ja Rücksicht nehmen auf die jungen und die müssen ihre Kilometer fahren. Aber wenn du natürlich mit keinem anderen kämpfst - meilenweit vor und hinter dir keiner ist und dann eine Runde vor dem Führenden der Meisterschaft und dem potenziell Führenden des Rennens bist - dann verstehe ich nicht, dass er diese Message nicht bekommt. Nicht die unendliche Katastrophe, aber …"

Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportkonsulent):

"Es war wieder ein sensationeller Start und ein tolles Manöver von Verstappen. Aber wir haben schon gesehen: Wenn Hamilton so nah dranbleiben kann, innerhalb von einer Sekunde, dass sie deutlich schneller sind und ihre Reifenabnutzung besser war als unsere. Zu diesem Zeitpunkt haben wir aber immer noch gehofft. Dann ist der Max völlig unaufgefordert und unerwartet an die Box gekommen. Also dafür war der Boxenstopp mit vier Sekunden oder so sehr, sehr gut."

... über den verpatzten Stopp von Verstappen: "Das war ein Missverständnis zwischen Renningenieur und Max. Max kam also rein und in der Boxengasse hat einer unserer Mitarbeiter gebrüllt: 'Der Max kommt rein.' Dadurch waren wir von der Rundenanzahl auch schon festgelegt, weil es klar war, dass die zweite Tranche mit den Reifen schwierig werden wird. Da haben wir gewusst, das ist es."

... über die Red-Bull-Aussichten für das Monaco-GP: "Wenn wir unsere Qualifying-Stärke behalten und du in Monaco vorne bist, dann bleibst du vorne. Da gibt es kein Überholen, das ist die Hoffnung. Aber wir haben in der Entwicklung einiges - wie schnell und wie effektiv das kommen wird, das werden wir nach Monte Carlo sehen."

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