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"Keiner weiß, wo welche Regeln gelten": Friedrich Merz kritisiert bei "Lanz" uneinheitliche Corona-Maßnahmen

teleschau
·Lesedauer: 3 Min.

In Sachen Corona-Maßnahmen sind sich Deutschlands Ministerpräsidenten uneins, was teils für Verunsicherung bei den Bürgern sorgt. Friedrich Merz sprach bei "Markus Lanz" über seine Sicht auf die Maßnahmen sowie ein umstrittenes Zitat - und ließ sich von der Frauenquote überzeugen.

Bezüglich der Corona-Maßnahmen gleicht Deutschland einem Flickenteppich. Das gilt nicht nur regional, sondern teilweise herrschen selbst in derselben Stadt eine Straße weiter bereits andere Regeln. Zu dieser Thematik bezog CDU-Politiker Friedrich Merz am Mittwoch bei "Markus Lanz" Stellung. "Keiner von uns weiß doch, welche Regeln an welchem Platz in diesem Lande gelten. Das ist das Problem", stellte der 64-Jährige klar. Deutschlands Föderalismus stelle in dieser Hinsicht ein Problem dar: "Ich würde gerne sehen, dass wir in Deutschland einheitliche, verbindliche und verständliche Regeln haben." Eine Antwort, wie diese genau aussehen sollen, blieb Merz Gastgeber Markus Lanz allerdings schuldig. Vielmehr hielt er sich zu eigenen Vorschlägen äußerst bedeckt. Von möglichen Beherbergungsverboten halte er allerdings nichts, machte der Kandidat für den CDU-Vorsitz klar.

"Guter Zeitpunkt zu handeln": Virologin warnt bei "Markus Lanz" vor mehr Corona-Infizierten

Auf die Verhältnismäßigkeit und Höhe von Bußgelder im Zusammenhang mit der Missachtung der Masken-Pflicht ging er allerdings konkreter ein. Wie viel Euro Strafe Merz für angemessen halt, wollte Lanz wissen. "Ich würde sagen: 50 tun es auch", so Merz' Meinung, der Bußgelder grundsätzlich befürwortet. Auch zum Alkoholverbot äußerte sich der CDU-Vorsitzkandidat detaillierter: "Wenn sich das in die privaten Räume verlagert, wird es nicht besser." Um das zu verhindern, plädierte Merz für Sperrstunden, aber gegen ein generelles Ausschankverbot von Alkohol. Da Lanz immer wieder nachhakte, und versuchte, konkrete Details aus Merz herauszukitzeln, sah sich der CDU-Politiker schließlich zu einer Klarstellung gezwungen. "Ich bin nicht der Vormund von 16 Ministerpräsidenten" begründete er, bezüglich der Pandemie-Maßnahmen nicht näher ins Detail gehen zu wollen.

"Wenn uns nichts Besseres einfällt": Merz steht Frauenquote offen gegenüber

Für die Runde, in der auch die feministische Journalistin Alice Schwarzer saß, war vermutlich auch ein anderes Thema um Merz brisanter. Der 64-Jährige wurde erneut auf seine Aussage über einen möglichen schwulen Kanzler angesprochen. "Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt, und keine Kinder betroffen sind", hatte er damals gesagt, gehe die sexuelle Orientierung niemanden etwas an. Wie genau er das im Zusammenhang mit homosexuellen Ehe meint, wollte Alice Schwarzer wissen. "Gar nicht, das hatte mit dem Thema gar nichts zu tun", so Friedrich Merz. "Den Vorwurf, den man mir machen kann, ist, dass ich diese zwei Sätze in einem zeitlich begrenzten Zusammenhang gesagt habe. Da war ein großer Punkt dazwischen", betonte der CDU-Politiker. Die Unterstellungen, die teilweise gemacht worden wären, seien "böswillig" gewesen, man habe ihn falsch verstehen wollen. Auch Moderator Markus Lanz pflichtete ihm dahingehend bei, der Vorwurf der Homophobie sei "insinuiert" worden.

Mit der ganzen CDU hatte dann Alice Schwarzer noch ein Hühnchen zu rupfen. Dass es sich bei den Bewerbern um den Parteivorsitz, der im Dezember gewählt wird, ausschließlich um Männer handelt, sei "peinlich für die Partei". Ist eine Frauenquote angebracht? Für Friedrich Merz wäre das lediglich die "zweitbeste Lösung". Für viele Zuschauer kam vermutlich überraschend, dass er sich unter dem Strich aber wohlwollend zur Frauenquote äußerte: "Wenn uns nichts Besseres einfällt, dann werde ich dafür stimmen", so der Kandidat für den CDU-Vorsitz, der eine grundsätzliche Umstrukturierung der Organisation innerhalb der Politik befürwortet.

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