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Keine Antikörper nach vier Corona-Impfungen: Dieser Mann isoliert sich nun selbst — weil er nicht weiß, ob er immun ist

·Lesedauer: 2 Min.
Symbolbild.
Symbolbild.

Er hatte bereits vier Dosen des Corona-Impfstoffs bekommen – und trotzdem fiel der Antikörpertest bei einem immungeschwächten Mann negativ aus. Das berichtete zuerst der US-Nachrichtensender CNN. "Ich hatte überhaupt keine Antikörper. Das war schockierend und beängstigend", erzählt dort der Betroffene Andrew Linder aus Akron, Ohio, dem Sender.

Linder wurde vor nicht allzu langer Zeit eine Spender-Niere transplantiert. Daher nimmt er Immunsuppressiva ein. Diese Medikamente werden üblicherweise nach Transplantationen eingenommen, um zu verhindern, dass der Körper das neue Organ abstößt. Da er sich angesichts der niedrigen Zahl von Antikörpern nicht sicher sein kann, ob er gegen das Coronavirus geschützt ist, bleibt der 34-jährige Linder fast die ganze Zeit zu Hause, wie er erzählt. Er schränke seinen Kontakt zu allen anderen Menschen außer seiner Frau strikt ein.

"Ich fühle mich jetzt fast genauso unsicher, wenn nicht sogar ein bisschen unsicherer als zu Beginn der Pandemie, einfach aufgrund der Tatsache, dass ich mich zu jedem Zeitpunkt anstecken könnte", so Linder zu CNN. Es war nicht sofort klar, wie Linder seinen Antikörperspiegel ermittelt hat. Eine gängige Methode ist ein Antikörpertest, der allerdings kein perfektes Instrument ist. Die US-Arzneimittelbehörde Food und Drug Administration (FDA) rät davon ab, sie zur Überprüfung der Immunität zu verwenden.

Wie Antony Fauci, der medizinische Chefberater des Weißen Hauses, zuvor Hilary Brueck von "Business Insider" erklärt hatte, gebe es Probleme damit, wenn man messen wolle, ob der Körper richtig auf einen Impfstoff reagiert. Ein Grund dafür sei, dass der körpereigene Schutz gegen das Virus komplex se und das Fehlen messbarer Antikörper im Blut nicht unbedingt bedeute, dass die Impfung keinen Schutz bietet.

Einige immungeschwächte Menschen, bei denen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe im Falle einer Covid-19-Erkrankung besteht, greifen aber auf diese Tests zurück, um sich zu vergewissern, dass die Impfung gewirkt hat, berichtet die wissenschaftliche Zeitschrift "Scientific American". Aus wissenschaftlicher Sicht ist klar: Impfstoffe sind nach wie vor der beste Schutz gegen Krankenhausaufenthalte und Tod durch Covid-19 – selbst bei immungeschwächten Menschen.

Erste Daten deuten darauf hin, dass zwei Impfungen bei immungeschwächten Menschen etwas weniger Schutz bieten könnten. Eine vor kurzem veröffentlichte Studie der Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums CDC zeigte etwa, dass zwei Dosen der Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna das Risiko einer Krankenhauseinweisung bei immungeschwächten Erwachsenen um 77 Prozent verringerten, während es bei immunkompetenten Erwachsenen 90 Prozent waren.

Im vergangenen Monat empfahlen das CDC, dass die meisten Erwachsenen mit geschwächtem Immunsystem bis zu vier Dosen des Impfstoffs von Pfizer oder Moderna erhalten – in Deutschland hat die Ständige Impfkommission (Stiko) für die Betroffenen kürzlich eine Booster-Impfung zusätzlich zu den ersten beiden Impfdosen empfohlen.

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