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Kein Scherz: Bäcker sollte 25.000 Euro zahlen, weil er Großbuchstaben benutzt

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
Brotauswahl in einer Bäckerei (Getty)

Kleine Brötchen backen – das ist anscheinend nichts für Berliner Behörden. Sie drohten einem Bäcker mit 25.000 Euro Geldstrafe, weil er zwei Buchstaben groß statt klein schrieb.

Als Bäcker Karsten Greve Post vom Landesamt für Messwesen bekam, hielt er das Schreiben zuerst für einen Scherz. Die Behörde drohte ihm nach eigenen Angaben eine Strafe von 25.000 Euro an, weil er die Abkürzung für die Maßeinheit Kilogramm auf einer mit Kreide beschriebenen Tafel in Großbuchstaben angab, wie die Berliner Morgenpost berichtet.

Aber dem Landesamt sei es damit ernst gewesen. „Das könnte Kunden irritieren“, schildert Greve die Begründung der Kontrolleure. Bei der Angabe KG in Großbuchstaben bestehe Verwechslungsgefahr mit der Abkürzung der Gesellschaftsform Kommanditgesellschaft, der Temperatureinheit Kelvin und der Einheit der magnetischen Flussdichte Gauß.

„Welcher Kunde denkt ernsthaft, dass ich hier Kommanditgesellschaften verkaufe?“, sagte er der Morgenpost.

Dennoch habe er sich am Ende einsichtig gezeigt, schließlich sei „eine richtige Angabe gesetzlich vorgeschrieben“. Also habe er einen Lappen genommen, die Buchstaben ausgewischt und durch die korrekte Abkürzung „kg“ ersetzt.

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