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Kein Geld mehr für ungeimpfte Arbeitnehmer in Quarantäne: Zwei Drittel der Deutschen sind dafür

·Lesedauer: 1 Min.
Eine Disponentin im DHL Paketzentrum Köngen verlädt in ihrer Nachtschicht Pakete aus einem LKW auf ein Fließband.
Eine Disponentin im DHL Paketzentrum Köngen verlädt in ihrer Nachtschicht Pakete aus einem LKW auf ein Fließband.

Wer an Corona erkrankt oder wegen Infektionen in seinem Umfeld in Quarantäne muss, der erhielt vom Staat bisher ein Entschädigungsgeld von 67 Prozent des Nettogehalts für die Quarantänezeit. Erste Bundesländer in Deutschland – etwa Baden-Württemberg – streichen diese Ausfallregel nun jedoch für Menschen, die sich gegen Corona impfen lassen könnten, dies aber nicht tun. Wer freiwillig ungeimpft in Quarantäne muss, bekommt dann keinen Verdienstausgleich mehr.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach sich vergangene Woche dafür aus. Spahn will die Zahlung von Quarantänegeld an Ungeimpfte bundesweit streichen. "Impfunwillige müssen finanzielle Konsequenzen tragen", sagte er dem "WDR".

Eine Einstellung, die ein Großteil der Deutschen teilt.

Große Mehrheit gegen finanzielle Entschädigung für Ungeimpfte

Das zeigt eine exklusive und repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für Business Insider. Zwei Drittel der Befragten bewerten demnach die Entscheidung einiger Bundesländer, ungeimpfte Mitarbeiter im Quarantänefall nicht weiter zu entschädigen, als richtig. 28 Prozent finden die Regelung falsch, fünf Prozent sind unentschieden.

Auffällig ist: Je älter die Befragten, desto größer ist die Zustimmung, dass Ungeimpften keine Quarantäne-Entschädigung mehr gezahlt werden sollten. Unter den 18- bis 29-Jährigen finden 56 Prozent, unter den 30- bis 39-Jährigen 58 Prozent den Vorschlag richtig. Bei den Menschen über 65, die in den meisten Fällen nicht mehr arbeiten, sondern Rente beziehen, ist die Zustimmung mit Abstand am größten. Fast 80 Prozent von ihnen halten es für richtig, dass Impfverweigerern kein Quarantäne-Geld gezahlt werden sollte. Selbst unter Einbezug des statistischen Fehlers von 5,2 Prozent sind das die höchsten Zustimmungswerte im Vergleich zu den restlichen Altersgruppen.

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