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Kaum Vermögen mit 50? So kannst du die durchschnittliche gesetzliche Rente noch verdoppeln!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Steuer Aktie Gewinn Verlust Verlustverrechnung Steuertricks
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Die gesetzliche Rente ist ein Sorgenfeld vieler Sparer und Erwerbstätiger. Wie das ZDF vor ca. einem Jahr offenlegte, beläuft sich der durchschnittliche Zahlbetrag bei der Rente momentan auf ca. 906 Euro pro Monat. Es dürfte kein Geheimnis mehr sein, dass eine solche gesetzliche Rente kaum ausreichend ist, um bequem davon leben zu können.

Was allerdings tun, wenn man mit 50 Jahren noch kaum Vermögen für die Rente angehäuft hat? Ganz einfach, sich auf die Hinterbeine stellen und mithilfe renditeträchtiger Wege versuchen, eine drohende Rentenlücke zu stopfen.

Die gute Nachricht ist: Du kannst die gesetzliche Rente, die du durchschnittlich in Anbetracht dieser Zahlen erwarten würdest, noch verdoppeln. Die schlechte Nachricht ist jedoch: Das wird dich vermutlich etwas Willen, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft zum Verzicht kosten. Lass uns diesbezüglich jetzt ein wenig mit den Zahlen spielen.

Rente verdoppeln mit 50: So geht’s!

Wer die gesetzliche Rente von 906 Euro verdoppeln möchte, der benötigt pro Monat natürlich ebenfalls einen weiteren Betrag von 906 Euro. Beziehungsweise pro Jahr ein Extraeinkommen von 10.872 Euro. Dich wird als Foolisher Leser mit Sicherheit nicht überraschen, dass Dividendenaktien ein zuverlässiges Mittel der Wahl sein können. Wobei man eines vorweg beachten sollte: Ausschüttende Aktien sind kein Wundermittel.

Der Spagat zwischen stabilen und hohen Ausschüttungen dürfte gerade mit 50 ein wenig breiter werden. Wer so beispielsweise auf eine Nettodividendenrendite von 4 % zielt, der wird teilweise schon etwas ins Risiko gehen müssen. Aber, kleiner Tipp: Im Bereich der Real Estate Investment Trusts, kurz REITs, können auch solche Dividendenzahlungen bei einem vergleichsweise überschaubaren Risiko möglich sein.

Letztlich wird man als Investor jedenfalls ein Vermögen von 271.800 Euro benötigen, um mithilfe von 4 % Nettodividendenrendite auf ein Nettoeinkommen von 906 Euro pro Monat kommen zu können. Wie gesagt, das erscheint ambitioniert. Ist jedoch machbar, wie das folgende Rechenbeispiel zeigen wird.

So viel wirst du monatlich sparen müssen!

Wenn du planst, innerhalb von 17 Jahren (Anfang 50 bis Rentenbeginn 67) diesen Betrag von 271.800 Euro selbst anzusparen, so könnte das Unterfangen möglicherweise scheitern: Selbst über diesen Zeitraum läge die monatliche Sparsumme bei ca. 1.332 Euro. Oder, anders ausgedrückt: Den meisten Sparern dürfte das viel zu hoch sein.

Glücklicherweise kann dir Rendite helfen, diesen Betrag zu verringern: Wenn du es beispielsweise innerhalb dieses Zeitraumes schaffst, auf eine durchschnittliche Rendite pro Jahr von 6 % zu kommen, so reduziert sich der benötigte Betrag auf ca. 777,55 Euro. Das könnte schon eher leistbar sein. Wobei auch das zeigt: Entbehrung könnte Teil deines Lebens werden. Wobei eine Rendite von 6 % sogar unter dem Durchschnitt des breiten Marktes liegt. Du könntest also weniger sparen, wenn du eine höhere durchschnittliche Rendite erreichst.

Das Reinvestieren der Dividenden und ein solides Dividendenwachstum können dir über den Zeitraum von 17 Jahren behilflich sein, eine solche Rendite pro Jahr zu erreichen. Das ist ein Katalysator, den du beim Vermögensaufbau definitiv nutzen solltest.

Mit 50 für die Rente vorsorgen!

Zugegebenermaßen hat man mit 50 Jahren bereits so einiges an Zeit verloren, um für die Rente vorzusorgen. Trotzdem ist es eine wichtige Erkenntnis, dass man mithilfe cleverer Investitionen noch die durchschnittliche gesetzliche Rente verdoppeln könnte. Wobei das kein einfacher Weg ist, bei dem man definitiv nicht auf Rendite verzichten sollte.

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