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Kaum jemand will noch Pilot werden — darum hat der Job seinen Glanz verloren

Christoph Asche
Kaum jemand will noch Pilot werden - darum hat der Job seinen Glanz verloren

Viele Fluggesellschaften haben ein akutes Problem: Der Pilotenmangel zwingt viele Airlines dazu, Flüge zu stornieren. Das zeigte sich in dieser Woche auch bei der angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin, als sich Hunderte Piloten krankmeldeten und etwa 200 Flüge ausfielen.

Der Mangel an qualifiziertem Nachwuchs verschärft die Situation der Branche. So ist das größte Problem in den USA etwa das fehlende Interesse an dem damit verbundenen Karriereweg, wie der Geschäftsführer der Billigfluggesellschaft Southwest Airlines gegenüber „Bloomberg“ erklärt. Einst war es ein klassischer Beruf der Mittelklasse, während die Branche inzwischen für viele vor allem wegen der schlechten Bezahlung immer unattraktiver wird. Hinzu kommen die steigenden Kosten für die Pilotenausbildung. 

Viele junge Piloten verlassen die USA

Die Kritik der Passagiere nimmt darüber hinaus zu. Sitzreihen werden immer enger und die Preise bewegen sich (zumindest in den USA) auf einem hohen Niveau. Die Entwicklungen bei den Piloten und Passagieren sind offenbar eng miteinander verknüpft.

Der Wettbewerb ist global geworden und viele junge Piloten verlassen die USA, um bei Emirates und anderen Nahost-Carriers zu arbeiten. Kleinere Fluggesellschaften, die die Auswirkungen des Pilotenmangels am härtesten treffen, müssen die Löhne in Zukunft wahrscheinlich anpassen. Auch Flugbegleiter und das Bodenpersonal dürften künftig höhere Gehälter einfordern. 

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