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Kaum etwas kann sie noch erschüttern: Die furchtlosen Radfahrer von Torezk

Die Stadt Torezk liegt im Osten der Ukraine also quasi direkt an der Front. Und trotzdem sind hier mitten am Tag zumeist ältere Männer scheinbar unbekümmert mit dem Fahrrad unterwegs. Jeden Moment könnte eine Rakete niedergehen oder ein Blindgänger explodieren.

Erst vor wenigen Tagen wurde eine Nahverkehrshaltestelle von russischer Artillerie beschossen, acht Menschen starben, vier weitere wurden verletzt.

Doch Rentner Oleksandr zuckt nur mit den Schultern. "Wie soll ich mich denn sonst fortbewegen?", fragt der 60-Jährige resigniert. "Benzin ist teuer, und ich habe auch nichts anderes zum Fahren."

"Radfahren ist gesund, Autofahren ist anstrengend"

Eine ganz ähnliche Szene, nur wenige Kilometer entfernt in der Stadt Kramatosrk: Wolodymyr, schiebt sein voll beladenes Fahrrad über die Straße und macht an einer Bushaltestelle Halt. Scheinbare Normalität mitten im Krieg.

"Radfahren ist gesund, Autofahren ist anstrengend", sagt der 74-Jährige, der am Straßenrand Gras für seine Enten und Hühner einsammelt.

"Ich fühle mich gut", erklärt er trotzig. Und sollte ihm etwas geschehen, würde er es vorziehen, sofort zu sterben, statt behindert weiterzuleben.

Die Radfahrer-Rentner im Donbass sind durch acht Jahre Konflikt abgehärtet und stoisch. Es sind die Zurückgebliebenen, die nichts mehr zu verlieren haben - oder ihr Zuhause nicht aufgeben wollen, allen Evakuierungsappellen der Ukraine zum Trotz.

Nach Schätzung der Behörden verweilen Hunderttausende Menschen in der umkämpfen Region.

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