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Ich kaufe keine Dividendenaktien mehr, die …

Sparen: Geld und Münzen
Sparen: Geld und Münzen

Zu sagen, dass ich keine Dividendenaktien mehr kaufe, ist natürlich Quatsch. Aber unter gewissen Voraussetzungen ist das die Wahrheit. Selektiv ist mein Ansatz definitiv. Und er wird gefühlt immer selektiver, was Qualität und andere Grundvoraussetzungen angeht.

Eine hohe Dividendenrendite, wie zu Beginn meiner Investorenkarriere, ist inzwischen irrelevant. Andere Kennzahlen rücken vermehrt in den Fokus. Aber vor allem das Unternehmen und die Gesamtbewertung, um insgesamt erfolgreicher zu sein.

Jetzt kann ich zwei weitere Aspekte mit dir teilen, die ein No-Go sind. Ich kaufe jedenfalls keine Dividendenaktien mehr, die …

… mich vom Geschäftsmodell nicht stark überzeugen

Ja, genau: Analog zu den einleitenden Ausführungen kaufe ich keine Dividendenaktien mehr, die mich vom Geschäftsmodell her nicht überzeugen. Es gibt eine ganze Menge Mittelmaß in der Börsenlandschaft, gerade im Kreise ausschüttender Aktien. Selektiv zu sein wird mir daher immer wichtiger.

Das alles entscheidende Merkmal ist und bleibt das Geschäftsmodell. Dabei möchte ich mehrere Faktoren sehen, die mich allesamt überzeugen müssen: Defensive, starke, im Idealfall nicht zyklische Produkte sowie Wachstumspotenzial, am besten ein vielschichtiges. Zum Beispiel Pricing-Power in Kombination mit einem gewissen Mengenwachstum. Das sind Qualitäten, die entscheidender sein. Aber auch ein gutes Management, das eine solide bilanzielle Situation geschaffen und gehalten hat, ist entscheidend. Langfristig orientiert zu denken ist natürlich eine entscheidende Kernvoraussetzung.

Ist das nicht gegeben, so kaufe ich keine Dividendenaktien von einzelnen Unternehmen mehr. Das gilt in Teilen auch, was das Erhöhen der Allokation gewisser Positionen in meinem Depot angeht. Die unternehmensorientierte Qualität ist sehr, sehr relevant.

Ich kaufe keine Dividendenaktien, die am Limit sind

Ein zweites Merkmal, wann ich keine Dividendenaktien mehr kaufe, ist ein gewisses Limit. In der Regel betrifft das ein Ausschüttungsverhältnis. Grundsätzlich bin ich bei einem moderaten Wachstumspotenzial geneigt, auch einmal darüber hinwegzusehen. Jetzt trübt sich die wirtschaftliche Situation jedoch weiter ein, Wachstum ist nicht unbedingt ein Selbstläufer.

Wenn eine Dividendenaktie daher am Limit ist, in der Regel bei einem Ausschüttungsverhältnis von über 80 %, bin ich erst einmal skeptisch. Ein Blick in die Bilanz und die Nachhaltigkeit der Dividende ist dann definitiv angebracht, um nicht in eine Falle zu tappen.

Eine gewisse Limitierung ist jedoch ein Merkmal, das mich ebenfalls zunehmend skeptisch stimmt und ein No-Go ist. Das heißt, ich kaufe Dividendenaktien nicht, wenn ich mich um die Nachhaltigkeit der Ausschüttung in einem schwierigeren Marktumfeld sorgen muss.

Der Artikel Ich kaufe keine Dividendenaktien mehr, die … ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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