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Katjes prüft Übernahme von Haribo-Standort in Sachsen

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Proteste gegen die Schließung des Haribo-Werks

Der Süßwarenhersteller Katjes erwägt eine Übernahme des von seinem Konkurrenten Haribo aufgegebenen Standorts in Sachsen. Katjes will den Kauf des Werks in Wilkau-Haßlau prüfen, wenn dort eine Produktion seiner vegetarischen Produkte möglich ist, wie Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag in Dresden mitteilte. Für die 150 Mitarbeiter bestehe damit wieder Hoffnung.

Dulig hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen mit der Geschäftsführung von Katjes "viele gute und intensive Gespräche" geführt. Er erwarte von Haribo nun die zügige Aufnahme von Gesprächen mit Katjes, damit "der Gummibärchenstandort in Wilkau-Haßlau wieder eine klare Zukunftsperspektive hat". Haribo hatte den Betrieb trotz großer Bemühungen der Landesregierung zum Jahresende eingestellt.

Die Produktion von Süßigkeiten in Wilkau-Haßlau hat demnach eine mehr als 100-jährige Tradition. Zu DDR-Zeiten wurden dort ebenfalls Gummibärchen hergestellt und zum großen Teil in die Bundesrepublik geliefert. 1990 übernahm Haribo das Werk, zum Jahresende 2020 stellte das Unternehmen den Betrieb ein.

Seit Monaten gibt es Proteste gegen die Werksschließung. Das Land Sachsen beendete eine mehrjährige Werbekooperation mit dem Unternehmen, nachdem Haribo Anfang November das Aus für sein nach Konzernangaben veraltetes Werk bei Zwickau angekündigt hatte.

hex/hcy