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Eine Kardiologin nennt fünf Lebensmittel, die sie fast nie isst – und schlägt gesündere Alternativen vor

 - Copyright: picture alliance / Frank May | Frank May
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Es ist unrealistisch, sich immer gesund zu ernähren. Aber durch geschickte Umstellungen könnt ihr euer Herz gesund halten, ohne auf Snacks zu verzichten, die ihr gerne esst. Das sagt Harmony Reynolds, Kardiologin an der New York University Langone.

Reynolds erklärte im Gespräch mit uns, dass es schwierig sein kann, als Arzt oder Ärztin Ernährungsempfehlungen zu geben, weil die Ernährungsforschung oft keine ganz klaren Antworten darauf gibt, wie bestimmte Lebensmittel die Gesundheit beeinflussen können.

"Wir brauchen so viel mehr richtig durchgeführte Ernährungsforschung. Viele unserer Empfehlungen beruhen auf begrenzten Erkenntnissen, was bei den Patienten den Eindruck hinterlässt, dass wir unsere Meinung oft ändern", sagt sie. Reynolds sagt weiter, dass sie auf der Grundlage der verfügbaren Erkenntnisse bestimmte Lebensmittel meidet und Strategien anwendet, um weniger gesunde Lebensmittel in Maßen zu genießen.

Margarine und Kokosnussöl sind nicht gut fürs Herz

So meide sie Margarine und Pflanzenöl, weil Beobachtungsstudien darauf hindeuten, dass ihr Verzehr mit einer höheren kardiovaskulären Sterblichkeit verbunden ist. Der Grund ist ihr zufolge allerdings bislang nicht klar, da beide Risikofaktoren wie Cholesterin nicht zu erhöhen scheinen.

Und Achtung: Das beliebte Kokosnussöl ist ebenfalls bedenklich, da es aus gesättigten Fetten besteht, die mit Risiken für die Herzgesundheit in Verbindung gebracht werden. "Ich habe gelernt, meine Patienten danach zu fragen, denn ich hatte mehrere, deren Cholesterinspiegel anstieg, weil sie kokosölhaltige Lebensmittel zu sich nahmen", so Reynolds. Butter kann sogar eine bessere Alternative sein, wenn sie in Maßen verwendet wird. Aber Olivenöl ist laut der Forschung die gesündeste Wahl. "Man sollte damit kochen, wo immer es möglich ist", so Reynolds.

Chips nur selten und in angemessenen Mengen

Reynolds sagt, dass sie keine Kartoffelchips isst und sie nicht mal kauft, da die Versuchung zu groß ist, die gesamte Tüte aufzuessen. "Ich kenne mich selbst und weiß, dass ich trotz der guten Vorsätze die Chipstüte nicht nach nur zwei Chips beiseitelegen kann", sagt sie.

Popcorn oder auch frisches Gemüse könne eine gesündere Alternative sein, wenn man Lust auf einen knusprigen Snack hat. Reynolds sagt, dass sie bei ähnlich begehrenswerten Leckereien wie Schokoriegeln vorportionierte Packungen kauft, um sie leichter in Maßen genießen zu können.

Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass verarbeitetes Fleisch mit einem höheren Risiko für schwere Krankheiten wie Krebs und Herzkrankheiten verbunden ist, was laut Reynolds zwingende Gründe dafür sind, es in der Ernährung einzuschränken.

"Ich weiß nicht, was eine sichere Menge ist", sagt sie. Aber es ist auch ein Lebensmittel, das die Kardiologin selbst gerne isst. Den Konsum hat sie jedoch auf ein paar Mal im Jahr zu besonderen Anlässen reduziert.

"Ich denke, es hilft den Leuten zu wissen, dass die Leute, die Ratschläge geben, auch Menschen sind. Die Patienten können sich nicht perfekt an eine Diät halten", sagt sie. "Es ist wichtig zu erkennen, dass es Zeiten gibt, in denen man sich etwas gönnen möchte, und dass es nicht wirklich produktiv ist, zu sagen, dass ich niemals Lebensmittel essen werde, die ich gerne esse. Ich denke, es ist besser, weniger zu essen und dort, wo es möglich ist, auf andere Lebensmittel auszuweichen."

Statt verarbeiteter Süßigkeiten dunkle Schokolade

Reynold sagt, dass die letzte Lebensmittelgruppe, die sie zu meiden versucht, verarbeitete Desserts wie verpackte Kekse und Donuts sind, weil sie viel Zucker und ungesunde Fette enthalten, die mit Diabetes und Herzerkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Obst, Joghurt, dunkle Schokolade und Nüsse könnten gesündere Leckereien sein. Aber auch hier gilt: Mäßigung ist der Schlüssel, um Essen zu genießen und gleichzeitig mögliche Gesundheitsrisiken zu minimieren. "Wenn ich auf einer Party bin und es etwas gibt, von dem ich weiß, dass es nicht gesund für mich ist, und ich es probieren möchte, tue ich das. Wenn es mir schmeckt, lasse ich es mir schmecken. Wenn es mir nicht schmeckt, lege ich es beiseite", sagt sie.

Dieser Artikel wurde von Meltem Sertatas aus dem Englischen übersetzt. Den Originaltext findet ihr hier.